Die Heimkehr,
Zieht nach dem Thor die krausbcwegte Schar,Und lagert dranßen sich auf grünem Nasen,Bewundert, wie die Bäume fleißig wachsen,
Spielt mit den bunten zarten Blnmelein,
Horcht ans den Sang der lnst'gen Vvgelein,Und jauchzt hinauf zum blauen Himmelszelt,
Zu mir kam auch der Mai, Er klopfte dreimalAn meine Thür und rief: „Ich bin der Mai,Du bleicher Träumer, komm, ich will dich küssen!"Ich hielt verriegelt meine Thür, und rief:Vergebens lockst du mich, du schlimmer Gast,Ich habe dich durchschaut, ich Hab' durchschautDen Bau der Welt, und Hab' zu viel geschaut,Und viel zu tief, und hin ist alle Freude,Und ew'ge Qualen zogen in mein Herz,
Ich schaue durch die steinern harten RindenDer Menschcnhäuser nnd der Menschenherzen,Und schau' in beiden Lng und Trng und Elend.Auf den Gesichtern lest ich die Gedanken,
Viel schlimme. In der Jungfrau «schamerrotenSeh' ich geheime Lust begehrlich zittern;
Ans dem begeistert stolzen JünglingshanptSeh' ich die lachend bnnte Schellenkappe;Und Frakenbilder nur und sieche SchattenSeh' ich auf dieser Erde, und ich weiß nicht,Ist sie ein Tollhaus oder Krankenhaus,
Ich sehe durch den Grund der alten Erde,
Als sei sie von Krystall, und seh das Grausen,Das mit dem freud'gen Grüne zu bedeckenDer Mai vergeblich strebt. Ich seh die Toten,Sie liegen unten in den schmalen Särgen,Die Händ' gefaltet und die Augen offen,
Weiß das Gewand und weiß das Angesicht,Und durch die Lippen kriechen gelbe Würmer.Ich seh', der Sohn seht sich mit seiner BuhleZur Kurzweil nieder auf des Vaters Grab;Spottlieder singen rings die Nachtigallen,Die sanften Wiesenblumen lachen hämisch,Der tote Vater regt sich in dem Grab —Und schmerzhaft zuckt die alte Mutter Erde,
Du arme Erde, deine Schmerzen kenn' ich,Ich seh' die Glut in deinem Busen wühlen,Und deine tausend Adern seh' ich bluten,
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