Buch der Lieder.
Das sind Brüder, die dort fechtenGrimmen Zweikampf, wutentbrannt.Sprich, warum die Brüder rechtenMit dem Schwerte in der Hand?
Gräfin Lauras AugenfunkenZündeten den Briidcrstreit;
Beide glühen liebcstrunkenFür die adlig holde Maid.
Welchem aber von den beidenWendet sich ihr Herze zu?
Kein Ergriibcln kann's entscheiden, —Schwert heraus, entscheide du!
lind sie fechten kühn verwegen,
Hieb' auf Hiebe nicdcrkracht's.
Hütet euch, ihr wilden Degen,
Böses Blendwerk schleicht des Nachts.
Wehe! Wehe! blnt'ge Brüder!Wehe! Wehe! blut'geS Thal!
Beide Kämpfer stürzen nieder,
Einer in des andern Stahl. —
Viel Jahrhunderte verwehen,
Viel Geschlechter deckt daS Grab;Traurig von des Berges HohenSchaut das öde Schloß herab.
Aber nachtS, im Thalesgrunde,Wandelt's heimlich, wunderbar;
Wenn da kommt die zwölfte Stunde,Kämpfet dort das Brüderpaar.
4.
Der arme Peter.
I.
Der Hans und die Grete tanzen herum,llnd jauchzen vor lauter Freude.
Der Peter steht so still und stummllnd ist so blaß wie Kreide.
Der Hans und die Grete sind Bräut'gam und Braut,llnd blitzen im Hochzcitgcschmeidc.
Der arme Peter die Nägel kautllnd steht im Werkcltagskleide.