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1 (1900) Buch der Lieder Biographie
Entstehung
Seite
27
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Junge Leiden.

Mitleidvolle Wiste fächelnKühlung seiner heißen Stirn;

Lnbung mvcht' ins Herz ihm lächelnManche sonst so spröde Dirn'.

Aus dem wilden Lärm der StädterFlüchtet er sich nach dem Wnld.

Lustig rauschen dort die Blätter,Lust'ger Vogelsang erschallt.

Doch der Sang verstummet Halde,Traurig rauschet Baum und Blatt,Wen» der Traurige dem WaldeLaugsam sich genähert hat.

2.

Bergstimmc.

Ein Reiter durch das Bergthal ziehtIm traurig stillen Trab:

„Ach! zieh' ich jetzt wohl in Liebchens Arm,Oder zieh' ich ins dunkle Grab?"Die Bergstimm' Autwort gab:

„Ins dunkle Grab!"

Und welter reitet der Reitersmanu,Und seufzet schwer dazu:

„So zieh' ich denn hin ins Grab so früh, —Wohlan, im Grab ist Ruh!"

Die Stimme sprach dazu:

„Im Grab ist Ruh!"

Dem ReiterSmann eine Thräne rolltVon der Wange kummervoll:

„Und ist nur im Grabe die Ruhe für mich,So ist mir im Grabe wohl."

Die Stimm' erwidert hohl:

„Im Grabe wohl!"

S.

Zwei Brüder.

Oben auf der BergesspitzeLiegt das Schloß in Nacht gehüllt;Doch im Thnle leuchten Blitze,Helle Schwerter klirren wild.