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1 (1900) Buch der Lieder Biographie
Entstehung
Seite
26
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Buch der Lieder,

8.

Anfangs wollt' ich fast verzagen,Und ich glaubt', ich trüg' es nie;lind ich Hab' es doch getragen, —Tiber fragt mich nur nicht: wie?

9.

Mit Rosen, Chprcsscn und FlittergoldMöcht' ich verzieren lieblich nnd holdDies Buch wie einen Totenschrein,

Und sargen meine Lieder hinein,

O, könnt' ich die Liebe sargen hinzn!Am Grabe der Liebe wachst Bliimlein der Ruh,Da blüht es hervor, da pflückt man es ab, —Doch mir blüht's nur, wenn ich selber im Grab,

Hier sind nun die Lieder, die einst so wild,Wie ein Lavastrom, der dein Ätna entquillt,Hervorgcstürzt aus dem tiefsten Gemüt,Und rings viel blitzende Funken versprüht!

Nun liegen sie stumm und tvtengleich,Nun starren sie kalt nnd nebelbleich.

Doch aufs neu die alte Glut sie belebt,

Wenn der Liebe Geist einst über sie schwebt.

Und es wird im Herzen viel Ahnung laut:Der Liebe Geist einst über sie taut;

Einst kommt dies Buch in deine Hand,

Du süßes Lieb im ferne» Land,

Dann löst sich des Liedes Zanberbann,Die blassen Buchstaben schaun dich an,Sie schauen dir flehend ins schöne Aug',Und flüstern mit Wehmut und Liebeshanch,

Romanzen.

i.

Der Traurige.

Allen thut es weh im Herzen,Die den bleichen Knaben sehn,Dem die Leiden, dem die SchmerzenAnfS Gesicht geschrieben stchn.