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1 (1900) Buch der Lieder Biographie
Entstehung
Seite
21
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Junge Leiden.

„Das war mein Tänbchen, meine Braut,Ein fremder Mann umarmt sie traut, —Nuu, alter Schütze, treffe gut!

Da lag der fremde Mnun im Blut.

„Bald drauf ein Zug mit HenkerSfron —Ich selbst dabei als Hauptperson —Den Wald durchzog. Vom Baum herabDer Rabe rief: ,Kopf ab! Kopf ab!"'

Da lachten die Geister im lustigen Chor;Da trat der Spielmaun selber hervor:

„Ich Hab' mal ein Liedchen gesungen,Das schöne Lied ist aus;

Wenn das Herz im Leibe zersprungen,

Dann gehen die Lieder nach Haus!"

Und das tolle Gelächter sich doppelt erhebt,Und die bleiche Schar im Kreise schwebt;Da scholl vom Kirchturin „EinS" herab,Da stürzten die Geister sich heulend ins Grab.

9.

Ich lag und schlief, und schlief recht mild,Verscheucht war Gram und Leid,

Da kam zu mir ein Tranmgebild,Die allerschönste Maid.

Sie war wie Marinelstein so bleich,Und hennlich wunderbar;

Im Auge schwamm es perlengleich,Gar seltsam wallt' ihr Haar.

Und leise, leise sich bewegtDie marmvrblasse Maid,

Und an mein Herz sich niederlegtDie marmorblassc Maid.

Wie bebt und pocht vor Weh und LustMein Herz und brennet heiß!

Nicht bebt, nicht pocht der Schönen Brust.Die ist so kalt wie Eis.

„Nicht bebt, nicht pocht wohl meine Brust,Die ist wie EiS so kalt;

Doch kenn' auch ich der Liebe Lust,Der Liebe Aligewalt.