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1 (1900) Buch der Lieder Biographie
Entstehung
Seite
22
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Buch der Lieder.

„Mir blüht kein Rot auf Mund und Wenig',Mein Herz durchströmt kein Blut;

Doch sträube dich nicht schaudernd bang,

Ich bin dir hold und gut."

Und wilder noch umschlang sie mich,

Und that mir fast ein Leid;

Da kräht der Hahn — und stumm entwichDie marmorblasse Maid.

10.

Da Hab' ich Niel blasse LeichenBeschworen mit Wortesmacht;

Sie wollen nun nicht mehr weichenZurück in die alte Nacht.

Das zähmende Sprüchlein vom MeisterVergaß ich vor Schauer und Grans;

Zinn ziehn die eignen GeisterMich selber ins neblichte Haus.

Laßt ab, ihr sinstern Dämonen!

Laßt ab, und drängt mich nicht!

Noch manche Freude mag wohnenHier oben im Rvsenlicht.

Ich muß ja immer strebenNach der Blume, wunderhold;Was bedeutet' mein ganzes Leben,

Wenn ich sie nicht lieben sollt'?

Ich mächt' sie nur einmal umfangenUnd pressen ans glühende Herz!Nur einmal auf Lippen und WangenKüssen den seligsten Schmerz!

Nur einmal aus ihrem MundeMächt' ich hären ein liebendes Wort, —Alsdann wollt' ich folgen zur StundeEuch, Geister, zum finsteren Ort.

Die Geist, r habcn's vernommen,Und nicken schauerlich.

Feinsliebchen, nun bin ich gekommen; —Feinsliebchen, liebst du mich?