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1 (1900) Buch der Lieder Biographie
Entstehung
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147
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Biographie, 147

aber die Polizei wußte, nach Humboldts Antwort,dem ihr fremdenZartgefühl zu widerstehen", und so unterblieb die Reise. Auf Anratender Ärzte ging Heine in ein Phrenäenbad Barsges, aus dem er jedochin einen» bedenklich verschlimmerten Znstande wiederkehrte,

XVI.

Wenn ich durch die Straßen gehe, wenden sich die hübschenWeiber um; meine geschlossenen Augen das rechte Auge ist nurnoch ein Achtel offen meine hohlen Wangen, mein phantastischerBart, mein schwankender Gang, alles das gicbt mir das Anssehcneines Sterbenden, das mich reizend kleidet. Ich versichere Sie, ichhabe in diesem Augenblicke einen außerordentlichen Erfolg als Todes-kandidat," So schrieb Heine im Frühling 1847 an Frau Jaubert,Und alle Freunde, die ihn in jener Zeit in Paris besucht, bestätigendiese Mitteilung und wissen viel von den Verwüstungen zu erzählen,die die Krankheit binnen wenigen Monaten angerichtet hatte. Trotz-dem war er an guten Tagen noch immer gesellig und liebte es,Gäste bei sich zu sehen, mit denen er scherzen, lachen oder spottenkonnte,Sein Geist schien von den Leiden des Körpers völlig freigeblieben zu sein und arbeitete in einer in Trümmer gehendenWohnung mit der alten Kraft weiter, wie unbekümmert darum,wann das Dach über ihm zusammenstürzen werde," So traf ihnAlfred Meißner, der später sein bester vertrautester Freund wurde,bei seinem ersten Besuche am 10, Februar 1847, Sein Hauptum-gang beschränkte sich damals doch auf deutsche Litteraten, die alsBerichterstatter nach Paris gekommen waren, »vie Ludwig Wihl,Heinrich Seuffert, L, Kalisch, Karpeles u, a. Der Verkehr mit denberühmten französischen Schriftstellern und Komponisten hatte inden letzten Jahren fast ganz aufgehört. Nur Hector Berlioz be-suchte Heine noch hin und wieder, und der unglückliche Gerard deNerval, der französische Übersetzer seiner Gedichte, blieb ihm bis zuseinen» Tode treu.

Im Januar 1848 »nachte Heine Frau Janbert seinen letztenBesuch, Er hatte sich ans dem Rücken seines Dieners von» Wagenaus die zwei Treppen zu ihrer Wohnung hinauftragen lassen. Aberer hatte sich zu viel zugemutet. Kaum war er auf das Sofaniedergelegt worden, so befiel ihn einer jener fürchterlichen Krämpfe,die im Gehirn ihren Anfang nahmen und den ganzen Körper biszu den Fußspitze»» durchwüteten, DaS furchtbare Leiden konnte nurdurch Anwendung von Morphium in immer größeren Dose»» gelindert»verde»», Heine hat später selbst erzählt, daß er jährlich für Söll Frankvon diesem wvhlthätigen Gifte zu sich nahm. Wenige Tage nachdiesem Besuch zog Heine nach der »nnison cka sants seines FrcnndesFanltrier in die rus eis üouroins und dort erging es ihn» leidlich,

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