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1 (1900) Buch der Lieder Biographie
Entstehung
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Biographie.

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die zwischen 1839 bis 1846 entstanden sind und die mit demWintcr-märchen" zusammen alsNeue Gedichte" erschienen, erklingt einwesentlich veränderter Ton. Es sind politische Tendenzgedichtc, diesich nur durch die Schärfe und den Cynismus von den Liedern derpolitischen Lyriker Deutschlands unterscheiden. Ein tiefer Groll undeine sich immer steigernde Verbitterung ist aus diesen Liedern her-auszufühlen, die nur selten von einer herrlichen Romanze oder voneinem so innig empfundenen Gedicht wieNachtgedankcn",DieWeber" abgelöst werden.

Die Anfeindungen, Widerwärtigkeiten, Nahrungssorgen undandere Qualen hatten inzwischen nicht nur nicht ab- sondern viel-mehr reichlich zugenommen. Am meisten quälte Heine die Eifersucht.Mathilde hatte eine ausgesprochene Leidenschaft für das Theater undden Cirkus. Sie war jung, lebenslustig und vergnügungssüchtig wieeine echte Pariserin. Aber sie hatte nur sehr kurze Zeit das Ver-gnügen, an Heines Arm sich in Theatern und Konzerten zeigen zukönnen. Bisweilen erhielt sie von ihrem Manne die Erlaubnis, miteiner Freundin ins Theater zu gehen; an solchen Abenden warHeine von einer Währhaft quälenden Herzensangst, von der er nichtgerne sprechen mochte, befallen.

Der geringe Anteil, den Mathilde an dem geistigen Leben ihresGatten nahm, konnten einen Mann wie Heine natürlich auf dieDauer auch nicht befriedigen. Ein Freund des Dichters, der dasEhepaar gerade in jenenTagen kennen lernte, erzählt darüber folgendes:

Wie hätte er glücklich sein können mit einer Frau, die un-wissend war bis zum Unglaublichen, und sich dabei als bildungs-unfähig herausstellte, so daß alle Versuche, ihr auch nur einigenAnteil für geistige Interessen beizubringen, völlig scheiterten? Siehatte sich die Sprechweise eines vier- bis fünfjährigen Kindes an-gewöhnt, wie das damals in einer gewissen Klasse von MädchenMode geworden, und das mochte ihr außerordentlich nett gestandenhaben, als sie sehr jung und hübsch war, fiel jetzt aber sehr albernaus, nachdem sie an die Dreißig und stark geworden. Sie war ein-fältig und liebte es, sich noch einfältiger zu stellen, als sie wirklichwar; sie meinte, es sei drollig."

Ein schlimmes Ereignis jener Zeit, das die Katastrophe seinesLebens in furchtbarer Weise beschleunigte, war der Tod SalomonHeines. In den ersten Tagen des JnhreS 1845 wurde ihm dieMitteilung, daß der Sohn und Haupterbe seines Oheims die Fort-zahlung der Monatsrate, die ihm Salomon Heine ausgesetzt, fortanverweigere, weil dieselbe im Testament nicht ausdrücklich erwähnt sei.Dieser Schlag traf den Dichter mit entsetzlicher Schwere. Er rüstetesich, einen Kampf auf Leben und Tod mit Karl Heine zu beginnen.Vorher ließ er kein Mittel unversucht, um eine gütliche Einigung

Heiuc'S Werke. I. Bd. (MograMe.) 16

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