Die Bildnisse der Mathematiker Bernoulli.
Als die Familie Bernoulli im Jahre 1872 das 250 jährige Jubiläum ihrerAufnahme in das Basler Bürgerrecht feierte, wurde ihren Angehörigen einekleine Sammlung von Photographien nach Bildnissen der bemerkenswertestenFamilienmitglieder als Andenken überreicht. Zum 300. Gedenktage soll alsErgänzung jener Familiengabe ein Verzeichnis der heute noch auffindbarenBildnisse der Mathematiker Bernoulli dargeboten werden, nicht allein derGemälde, sondern auch der Nachbildungen, die im Laufe der Zeit nachjenen wichtigen grundlegenden Bildnissen geschaffen wurden. Sind sie auchnicht entstanden angesichts der lebenden Vorbilder, geben sie also die Por-trätähnlichkeit nur aus zweiter Hand wieder, so sind sie doch der Beach-tung wert, ganz besonders, wenn sie etwa ein verschollenes Originalbildreproduzieren.
Freilich krankt diese Jubiläumsgabe an zwei wesentlichen Nachteilen:Es war aus finanziellen Gründen nicht möglich, die in Frage kommendenBilder samt und sonders auf photographischem Wege wiederzugeben, undzweitens war der Verfasser leider nicht in der Lage, die Gemälde mit derwünschenswerten Gewissenhaftigkeit zu sammeln und zu studieren. Einzweitägiger Aufenthalt in Basel mußte genügen, um wenigstens die wichtig-sten Stücke zu notieren. Dagegen darf das Verzeichnis der Bilddrucke, dieder Verfasser in jahrelanger Sammeltätigkeit in Berlin teils als eigenen Be-sitz oder doch als zeitweiliges Studienobjekt zusammenbringen konnte, alsabgeschlossene Arbeit gelten. Bei den Blättern, die nur nach einmaligerEinsichtnahme beschrieben sind, ist der Besitzer angegeben, die übrigen sindin der Sammlung des Verfassers vertreten. Wo nichts besonderes bemerktwird, handelt es sich bei den Bilddrucken um Kupferstiche. Die Bezeich-nung PI. bedeutet die Größe der Kupfer- oder Stahldruckplatte.
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