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Hiermit sei Christian Ebell genügend und am besten geschildert.Gebeugt durch den frühzeitigen Verlust seiner beiden ältesten SöhneHeinrich und Ludwig und durch den vollständigen Verlust seines.Augenlichtes starb er hochbetagt am 16. Juni 1853. Ehre seinemAndenken.
1831 bereits war Christian aus seinem Geschäft ausgetretenund hatte dasselbe seinen drei Söhnen Heinrich Gottfried, 55 )L u d w i g Christian 5ü ) und Karl Friedrich übergeben.
Louis Ebell, der Sohn jenes Ludwig Christian, war der erstepreußische Kommerzienrat in unserer Familie. Derselbe Titel wurdespäter einem anderen Enkel von Christian, jenem mehrfach erwähntenSenior des Christian Ebellschen Stammes, Gustav Ebell, dem einzigenSohn von Heinrich Gottfried, zuteil. 57 )
Der einzige Sohn von Karl Friedrich, auf dessen Schultern nachdem Tode seiner beiden älteren Brüder die ganze Last der sich
55 ) Heinrich Gottfried hat in unserer alten Heimat Perleberg beimKaufmann Hintze gelernt (das Haus mit Laden hinter dem Roland vonPerleberg, siehe Abbildung desselben). Später war er in Berlin und SorauN.-L. tätig. Er war der erste Kaufmann der Firma. Der alte Christian hatteklugerweise eine Dreiteilung vorgenommen derart, daß jeder Sohn seinbestimmtes Ressort innehatte. Heinrich war Kaufmann, Ludwig Schön-färber und Carl Fabrikant geworden. In heutiger Zeit ist eine derartigeTeilung der Aufgaben an der Tagesordnung. Wir finden sie in allengroßen Fabriketablissements. Damals war es neu. Christians weiter Blickwar hierin seiner Zeit voraus. Er sah eine Zeit heraufsteigen, in welcherdas technische Können der Fabrikations-Methoden nicht mehr genügte,sondern welche eine geschulte, weitblickende, kaufmännische Ausbildungerforderlich machte. Das Erschließen von neuen Absatzgebieten — umnur eins hervorzuheben — ist heute mit der wichtigste Teil aller großennach Ausbreitung strebenden Betriebe — doppelt schwer hatte später KarlFriedrich, der nur Fabrikant war, unter dem frühen Tod seiner Brüderzu leiden.
6C ) Ludwig hatte die Färberei in Burg erlernt.
57 ) Als Senior meines Stammes gebühren ihm hier einige Worte.
Gustav Ebell wurde Kaufmann wie sein Vater, er hat sich aber, be-gabt mit dem weitschauenden Blick seiner Väter, der gepaart war mitFleiß und Energie, zum ersten „Großkaufmann“ der Familie empor-geschwungen. Die von ihm in Berlin gegründete Firma (Wollimporte) GustavEbell u. Cie., mit ihren Filialen in London, Port Elizabeth, Capetown,Durban (Port Natal), Kingwilliamstown und East London hat Weltrufund unseren Namen auch im Ausland, vor allem in England und Südafrika,zu hohem Ansehen gebracht.
Nicht seine Stellung als Großkaufmann, dessen Lebenswerk und Arbeitmit materiellen Gütern reich gesegnet war, ist es, was wir hervor hebenwollen. Höher wie als Großkaufmann steht Gustav Ebell als Mensch undCharakter.
Seine Persönlichkeit ist bei aller echt Ebellschen Einfachheit eine viel