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immer mehr ausbreitenden Firma ruhte, 68 ) mein Vater Max Ebell,übernahm später mit dem erwähnten Kommerzienrat Louis Ebelldie alte Firma. Ihre Söhne Louis (X, 24) und Carl (X, 37) sinddie letzten Chefs gewesen. Von den weiteren Söhnen jenes LudwigChristian (VIII, 26) haben Heinrich 69 ) und Emil 60 ) selbständigeTuchfabriken gegründet, ein anderer Sohn Paul wurde Landwirtund erwarb das Rittergut Dergenthin in der Nähe unserer altenHeimat Perleberg.
zu bedeutende, als daß sie mit ein paar Worten genügend charakterisiertwerden könnte.
Seine geistigen Interessen liegen auf den verschiedensten Gebietendes Lebens.
Stets hilfsbereit, wo wirklich Hilfe nottut, nicht nur materiell, sondernauch ideell helfend und ratend, ist er in der Tat nicht nur dem Namennach, sondern auch in Wirklichkeit das Haupt des Christian EbellschenStammes geworden. Auch von ihm gilt das stolze Wort, das einst ChristianLudwig Ebells Gattin — Amalie, geb. Binder (VIII, 27) in bezug aufmeinen Vater zu ihren Söhnen gesagt hat: „Er ist ein Ebell.“
5S ) Auch über meinen Großvater seien mir einige Worte gestattet. Erwar nach dem Tode der Brüder lange Jahre Haupt und Berater seinerFamilie. Was er als Mensch war, zeigen uns die schönen, tiefempfun-denen Worte, die ihm nach seinem Tode in der Freimaurerloge „Ferdinandzum roten Adler“ gewidmet wurden: „Als seine beiden Brüder, einer nachdem andern, hinstarben, da wollte ihm, der in der Anhänglichkeit dieserBrüder ein Hauptglück seines Lebens erkannte, schier das Herz brechenvor Schmerz und Gram. Als beide Mitarbeiter am Tagewerk Haupt undHand zur Ruhe gelegt hatten, da wollt’ er verzagen und fast verzweifeln.Denn bei der Bescheidenheit, die einen so vorzüglichen Teil seines Wesensausmachte, mißtraute er seiner Kraft zum Tragen der Last. Aber siehe, diePflicht forderte für die eigene Familie, für die Hinterbliebenen der Brüder,für die ganze bisherige Stellung und Geltung des Ebellschen Hauses. DiePflicht forderte, die Liebe mahnte, die Ehrenhaftigkeit trieb an, und CarlEbell sprach zu seiner eigenen Seele: „Ich will!“ und er sprach zu einerandern: „Herr Gott, Allmächtiger, der du stark bist im Schwachen, vernimmmein Flehen, hilf mir, verlaß mich nicht!“ Und Stärke des Wollens, desRats und des Vollbringens war sein Teil. Als das Haupt der Familie hater treulich seine Pflicht erfüllt und gearbeitet bis Kinder und Neffen ihmhelfen konnten. Pflichtgefühl und Gottvertrauen war die Seele all seinesTuns.“ — —
69 ) Die Firma „Heinrich Ebell u. Schultz“ in Neu-Ruppin. Sie erloschbald nach dem Tode des Gründers. Letzter Chef Erwin Ebell. BeimSchreiben dieser Zeilen trifft die Verlobungsanzeige dieses Erwin Ebellmit Fräulein Gertrud Schmuck, Tochter des Kaufmanns Paul Schmuck zuHaynau in Schlesien, ein. Leider nicht mehr auf Stammbaum zu verwenden.
60 ) Erst in Kottbus, die Firma Hoffmann u. Ebell (später TheodorFriedrich Hoffmann), dann Inhaber der Firma C. G. Rudolph, Neu-Gersdorfin Sachsen.