I.
Erklärung und Bedeutung des Familiennamens.
Oft bin ich gefragt worden, ob denn auch die Ebells mit einem„1“ Interesse für uns hätten. Ich gebe heute die Antwort: AlleEbells dürfen mit gleichem Recht dieselbe Aufmerksamkeit bean-spruchen, gleichgültig, ob sie sich mit einem „1“ oder mit einem„11“ schreiben. Es war ein Irrtum, der Jahre hindurch mein Forschenerschwerte, daß ich einst annahm, ich dürfe nur bei den Ebellsmit „11“ auf Stammesverwandtschaft schließen.
Wir müssen uns vergegenwärtigen, wie dies auch seinerzeitHerr Heinrich Ebell (X, 4) aus Hamburg mir schrieb, daß in früherenZeiten die Eintragungen in die alten Kirchenbücher nicht mit derSorgfalt geschahen wie heute. War der Pfarrer nicht zu Haus,dann waren wohl die Ehefrau, ein anderes Familienmitglied oder derKüster bereit, die Eintragung vorzunehmen; mit der Orthographieaber standen die Leute damals noch auf gespannterem Fuße wieheute. Außerdem ist manches so unleserlich und undeutlich, daßes schon recht geübter Augen bedarf, sich durch die alten ver-gilbten Blätter hindurchzufinden. Wer einmal Gelegenheit hatte,Schriftstücke aus dem 16. und 17. Jahrhundert zu lesen, wird dieSchwierigkeiten verstehen und zu würdigen wissen. Nicht nur„Ebel“, sondern bis anno 1653 findet sich der Name bei den zweifel-los direkten Vorfahren auch noch ( AebeI oder Äbel 3 ) geschrieben.
Schließlich nahmen es unsere Vorfahren bis in die Tage unsererVäter hinein auch nicht so genau mit der Schreibweise. Von Dietrich
3 ) Nicht zur Verwandtschaft gehört die zahlreich in den PerlebergerKirchenbüchern sich findende Familie Abel. Der Name wird von adal =Geschlecht, Adel abgeleitet und ist ganz anderen Stammes wie Ebel.