Anhang III.
Erläuterungen zum Stammbaum.
Derselbe ist vom Maler W. Richter-Rheinsberg nach meinerZusammenstellung entworfen und gezeichnet.
Die aus einem Eichenstamm, dem Sinnbild deutscher Kraft, empor-wachsenden Namensschilde sind generationsweise in übersichtlicherWeise angeordnet.
An dem Stamm lehnt das erwählte Familienwappen mit demW'ahrspruch: „Rast ich, so rostf ich“.
Am Fuße befinden sich zu beiden Seiten der Schrift folgendeEbellschen Häuser:
1. Altes Ebellsches Haus in Perleberg vom 17ten Jahrhundert 72 )
2. Haus am ehemaligen Seetor in Neu-Ruppin mit alten Fabrik-gebäuden. (Siehe Text.)
3. Carl Ebellsches Haus. (Siehe Text.)
4. Gottfried Ebellsches und Christian Ebellsches Haus mit alter
Fabrik. (Siehe Text.)
72 ) Das hier reproduzierte Haus gehört heute dem Hotelbesitzer OttoZimmermann in Perleberg; in demselben befinden sich eine gute Wein-und Frühstücksstube. Nur der untere Teil des Hauses ist alt. Das Hausscheint 1638 erbaut zu sein. Die Inschrift lautet: Daniel Lindemann u.Ilsabe Kleesten anno 1638. Wie es in Ebellschen Besitz gekommen ist,iieß sich nicht mehr feststellen. Aus den Grundbuchakten, die mir durchdie Liebenswürdigkeit des Herrn Amtsgerichtsrat Barth in Perleberg zu-gänglich gemacht wurden, geht hervor, daß 1824 die verwitwete SeilerJuliane Ebel (separierte Kalbow) dies Hausgrundstück ihrem Sohn,dem Seilermeister Johann Karl Daniel Ebel verkaufte. Diese Witwe JulianeEbel, welche als geschiedene Frau Kalbow im Alter von 35 Jahren den26 Jahre alten Seilermeister Carl Christian Ebel in Perleberg, den 4. Sohndes ehern. Wirtschaftsverwalters Joh. Joachim Ebel zu Soltze in Mecklen-burg heiratete, war aber die Enkelin von Joachim Ebel (V, 8), eines Brudersunseres Matthias (V, 2). Ihr Vater, ebenfalls ein Matthias, war Sattlergewesen. Es ist nicht anzunehmen, daß Juliane’s geschiedener Mann —Kalbow — ihr ein Haus hinterlassen hat, ebenso unwahrscheinlich istes, daß ihr 9 Jahre jüngerer zweiter Mann — Carl Christian Ebel —