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Geschichte des Geschlechts Ebell nebst Stammtafeln u. Wappen
Entstehung
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kraft dieses als Ratsherrn hiesiger Haupt- und Mittelstadt dergestaltund also, daß derselbe vor allen Dingen Seiner Königlichen Majestätvon Preußen Friedrich Wilhelm 111., unserm Allergnädigsten Landes-herrn sowie dem Allerhöchsten Königlichen Hause treu, gehorsamund gewärtig sein, des Landes Wohlfahrt und der hiesigen StadtBestes nach seinem Vermögen suchen und befördern, Schaden undNachtheil .aber, soviel an ihm ist, verhüten und abwenden helfen,das ihm anvertraute Amt eines Rathsherrn des Landesgesetzen, in-sonderheit aber der Städteordnung gemäs mit Rechtschaffenheit,Treue, Verschwiegenheit, Fleiß und Ausdauer, sowie mit geziemenderFolgsamkeit gegen die ihm Vorgesetzten Staatsbehörden verwalten,sich von seinen Amtspflichten weder durch Gewinnsucht oderLeidenschaften, durch Haß oder Furcht, noch sonst durch irgendetwas abwendig machen lassen, vielmehr seinen Pflichten, derGerechtigkeit und Billigkeit, stets eingedenk und sich überall sobetragen und finden lassen soll, wie es einem öffentlichen Beamtenund Rathsherrn wohl anstehe, eignet und gebühret. Urkundlichhaben wir diese Bestallung mit unserem Insiegel beglaubigt und derAllerhöchsten Städteordnung gemäs durch Unterschrift vollzogen.

So geschehen in der kurmärkischen Haupt- und Mittelstadt,den Zweyten Januar eintausendachthundertvierzehn. (Siegel.)

Die Stadtverordneten hierselbstgezeichnet: Hindenberg.

(Folgen Namen.)

Bestallung für den Tuchfabrikanten und bisherigen StadtverordnetenHerrn Christian Heinrich Ebel als Ratsherrn.“

Christian ist dann noch mehrere Male wieder gewählt und etwaum 1820 finden wir unter den Namen der Bestallung auch denseines jüngeren Bruders Karl Ebell (VII, 35) als Stadtverordnetenangegeben.

1830 wurde auch seine Wahl als Stellvertreter des Abgeordnetender Stadt Ruppin zum Provinziallandtage mittels AllerhöchsterKabinetsordre bestätigt, wovon er durch den Oberpräsidenten derProvinz Brandenburg am 5. November 1830 in Kenntnis gesetztwurde. (Der Abgeordnete war der erwähnte Kaufmann und SenatorHindenberg.)

Aus allem diesen geht hervor, daß Christian, wie alle seineBrüder, auf den von seinem Vater gebahnten Wege mit gutemErfolge fortgeschritten ist. Bereits 1804 hatte er das Haus, Komman-dantenstraße 10, am Schulplatz, wie oben bemerkt, gekauft. Hierwar sein Wohnhaus und das Kontor. Die Fabrik (d. h. Spinnereiund Roßwerkbetrieb nebst Weberei) wurde bald vom Neuen Markt