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Geschichte des Geschlechts Ebell nebst Stammtafeln u. Wappen
Entstehung
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alten Silberstücke, die noch im Familienbesitz sind, auf diesenStempel hin nachzusehen. Ich habe persönlich an verschiedenenLöffeln sowie einer Zuckerzange diesen Stempel

noch wahrgenommen.

1804 erwarb sich Christian ein Haus am Schulplatz. 50 )

Das Vertrauen seiner Mitbürger berief ihn 1813 in den Ratder Stadt. Sein Antwortschreiben auf die diesbezügliche Mit-teilung der Stadtverordneten ist charakteristisch für ihn. Es lautet:

„Der Aufforderung eines hiesigen wohllöblichen Magistratszufolge erkläre ich hiermit,

Daß jch, da mich das Zutrauen meiner Mitbürger, wodurchich zum unbesoldeten Ratsherrn gewählt worden bin, ehrt, dasAmt annehme, dasselbe treu und gewissenhaft, jedoch unbeschadetmeines mit vielen Reisen verbundenen bürgerlichen Gewerbes,zu verwalten meine angelegentlichste Pflicht sein lassen werde.

Neu-Ruppin, den 29. Dezember 1813.

Christian Ebell.“

Es zeigt, wie Christian zwar das Ehrenamt annimmt, indessendoch in erster Linie dabei an sein Geschäft und seine Familien-pflichten denkt, und dieser Standpunkt scheint mir auch für heutigeZeit der richtige zu sein. Stadtverordneter war Christian schonfrüher gewesen. Es mag auch die Bestallung als Ratsherr hierfolgen als Beispiel, wie eine solche Bestallung vor hundert Jahrengelautet hat:

„Wir in Gemäßheit der Ordnung für sämtliche Städte derPreußischen Monarchie de dato Königsberg, den 19. November 1808erwählte und bestätigte Stadtverordnete der Kurmärkischen Haupt-und Mittel-Stadt Neuruppin urkunden und bekennen hiermit, daß wirden hiesigen Tuchfabrikanten und bisherigen StadtverordnetenHerrn Christian Heinrich Ebel 31 ) zum Ratsherrn hiesiger Stadt durchStimmenmehrheit erwählt haben, bestallen denselben hiermit und

50 ) Es war das Haus, in dem sich jetzt das Delikatessengeschäft desKaufmanns Neumann befindet. Seine Enkel holten sich hier als Gym-nasiasten ihren Apfel oder ihre Schmalzschrippe während der Pause vomGroßvater.

51 ) Hier wird also Ebel auch behördlicherseits noch mit einem „L“geschrieben, bei seiner Wiederwahl 1820 indessen heißt es Ebell.