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Geschichte des Geschlechts Ebell nebst Stammtafeln u. Wappen
Entstehung
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kehr seiner Trümmer durch unser Vaterland rief die Einrichtungeiner Bürgergarde ins Leben. Man hatte 4 Bürgerkompagnien ge-bildet, ihre Aufgabe war: Ruhe und Ordnung aufrecht zu erhaltenund gegen einen plötzlichen Ueberfall zu schützen. Jeder Bürgermußte in sie eintreten. Die Gardisten hatten eine gut kleidendeUniform, die in einem Leibrock mit rotem, steifem Kragen und blankenKnöpfen bestand. Auf den Schultern trugen sie goldene Schnüre.Die Hauptleute hatten Epauletts mit goldenen Fransen, währenddie der Offiziere ohne diesen Besatz waren. Den Kopf bedeckteein dreieckiger Hut mit einem schwarzen Federbusch, der bei denUnteroffizieren eine weiße Spitze hatte, bei den Offizieren ganzweiß war. Die Bewaffnung bildete ein Schleppsäbel in einerschwarzen ledernen Scheide. Auf die Tracht der Männer hat dieGardisten-Uniforrn insofern einen Einfluß geübt, als sie, ihrfolgend, anfingen, lange Beinkleider zu tragen. Wer Bürger wurde,mußte in der Gardistenuniform den Bürgereid leisten. Der Majordieses Korps war der damalige Kaufmann Thiele, die erste Kom-pagnie führte der Tuchfabrikant Christian Ebell, die zweite der Kauf-mann Michael Protzen, 48 ) die dritte der Apotheker Kühne, die vierteder Kaufmann Bückling. 49 ) Viel exerziert wurde nicht. Die Offiziereließen sich in einem Sale durch einige alte Unteroffiziere von demRegiment Prinz Ferdinand üben. Des Sonntags war gewöhnlichKirchenparade. Der Beginn des Gottesdienstes wurde, wie das schonzu Zeiten des Regiments des Prinzen Ferdinand gewesen war, durchTrommeln in den Straßen angezeigt.“ Am 7. Februar 1813 wardie erste große Gardistenparade vor dem Landrat von Zieten, demeinzigen Sohn des berühmten Generals.

Es sei an dieser Stelle noch erwähnt, daß in den Befreiungs-kriegen, zu deren Führung man vor allem Geld bedurfte, auch dieSilberstempelung eingeführt war. Jeder, der Silberzeug besaß, mußtees stempeln lassen und darauf eine Abgabe erlegen. Un-gestempeltes durfte gegen Strafe der Konfiszierung nicht gebrauchtwerden. Wer die Stempelsteuer nicht bezahlen konnte, dem stand esfrei, sie durch die Draufgabe eines Teiles seines Silberzeuges zudecken. „Man drängte sich,“ wie Heydemann schreibt, „in Ruppindazu, sein Silberzeug stempeln zu lassen. Nur wenige suchten sichdieser Steuer zu entziehen, sie haben aber dadurch die Verachtungihrer Mitbürger auf viele Jahre geerntet. Interessant ist es, die

4S ) Der Großvater mütterlicherseits von Gustav Ebell (IX, 15).

49 ) Der Großvater meines Vaters mütterlicherseits (IX, 33). Ich stammealso aus einer ganz militärischen Familie!!