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gebender Bedeutung geworden ist. Mit Ehrenämtern überschüttetstarb er im 68. Lebensjahr, nachdem er das sichere Fundament fürdas Fortblühen seines Geschlechtes gelegt hatte. Auf dem „Will-kommen“ 33 ) des Tuchmachergewerks trägt eine von ihm gestiftetesilberne Medaille die Aufschrift: „Joachim Heinrich Ebell, Käm-
merer, Zisemeister und Fabriqueninspektor 1774.“
33 ) Dieser Willkommen ist aus Silber gearbeitet und inwendig vergoldet.Der ganze Pokal hat die Höhe von zwei Fuß und faßt über zwei LiterWein. Er wurde bei besonders feierlichen Gelegenheiten zum Ehrentrunkegebraucht. Oben auf dem Deckel steht eine Figur aus Silber, Methusalahdarstellend, welcher der Stifter des Tuchmachergewerks sein soll. DieseFigur hält in der rechten Hand eine ovale silberne Tafel mit der Inschrift:„Der löblichen Tuchmachergilde zu Ehren und seiner dabei zu gedenkenhat Flerr Joachim Köpfen seeliger dies verehrt anno 1644.“ Auf demKörper des Pokals findet sich folgende Inschrift: „Herr Johann ChristianProtzen hat diesen Becher verfertigen lassen anno 1771.“ Diese Inschriftbezieht sich auf den oberen Teil des Pokals, der zur Vergrößerung desselbenauf den ursprünglichen Becher gesetzt ist. Das Ganze ist also zu ver-schiedenen Zeiten und von verschiedenen Männern verfertigt und dediciert.Eine weitere Inschrift gibt die Gildenmeister und Besitzer jener Zeit an.Wir finden darunter Namen wie Düring, Zechlin, Paalzow, und andere.An dem oberen Ringe hängen 24, an dem unteren 10 größere Medaillen,die alle zu verschiedenen Zeiten an dem Pokal geschenkt sind. Einegrößere Inschrift findet sich auf der dritten Medaille des ersten Ringes:„Gott segne und erhalte das Tuchmachergewerk zu Neuruppin, wohl-feilen Einkauf, teuren Verkauf, viel Debet. Im Schweiße Deines Ange-sichtes sollst Du Dein Brot essen, dies wünscht von Herzen KarlFriedrich Litzmann, Verordneter der Kurmärkischen Landschaft etc., den10. Januar 1775.“ Hier findet sich also auch der Name Litzmann wiedererwähnt, der uns schon am Anfang unseres Geschlechtes, (I, 2) begegnetist. Er gehörte einer alten Patrizier Familie an, welche nach Bittkau,überall eine geachtete Stellung eingenommen hat und sich in vielen Städtender Mark als Ratsherren, Richter, Geistliche und Lehrer hervorgetan. DieserWillkomm sollte den 27. März 1813 vom Tuchmachergewerk auf denAltar des Vaterlandes als freiwilliger Beitrag geopfert werden (Gewicht8 Mark 7 Lot). Der König aber wies diesen, für das Gewerk so wert-vollen Pokal zurück mit dem Bemerken, daß er zu kostbar sei, um ein-geschmolzen zu werden.