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Geschichte des Geschlechts Ebell nebst Stammtafeln u. Wappen
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Tuchmacher nicht drücken können. Demnächst aber auch unter denTuchmachern gute und fleißige Leute sind, die aber das Vermögennicht haben, sich ihre Wolle zu rechter Zeit ankaufen zu können.Also muß darunter gleichfalls eine bessere Einrichtung gemachet,und es mit den Liverantiers dahin gestellt werden, daß selbige denenarmen, jedoch sonst guten und fleißigen Tuchmachern, wann dierechte Zeit zum Wolleeinkauf da ist, den Vorschuß zum Einkaufder benötigten Wolle thun. Damit aber alles dieses und was sonstensannoch darunter weiter erfordert wird, gehörig beobachtet werdenkönne, so ist es notwendig, daß in mehr gedachter Stadt Neu-Ruppin ein besonderer Fabriquen-Inspektor, der die erforderlicheCapacite und die Einsicht davon hat, bestellt und dazu etwa einerderer dortigen Kaufleuthe oder sonst vernünftiger Fabriquanten choi-ssieret werde, welchem! Seine Königliche Majestät deshalb und vorseine hierbei habende Bemühung ein jährliches Douceur von 24Thaler aus dem Ueberschuß der Accise akkordieren wollen, undwelcher dann dahin sehen muß, daß nicht nur vorangeführtem allemeine Genüge geschehe, sondern auch, daß auf die publizierte Schau-ordnung gehalten werde und alle zur Lieferung bestellten Tuche,bevor sie abgeliefert werden, die Schau passieren müssen, damitdadurch allen sonst bei der Ablieferung derer Tücher vorkommendeSchikane vorgebeuget und diejenigen Tuche, so der Fabriquen-Inspek-tor und die deputierten Schaumeister aus dem Tuchmachergewerkenicht als gut passieren lassen können, zurück gesetzet werden müssen.

Ueberhaupt muß der dortige Kommissarius loci um dergleichenDetails und um daß, was sonst zur Konservation der Tuchmachersowohl als der Stadt nötig ist, sich mehr als bisher bekümmern, undsolches als ein Hauptstück seiner Funktionen mit ansehen, mithinsich darunter nicht negligieren, und falls er solches thun sollte, durchdie Kammer mit Nachdruck dazu angehalten werden. Wonach denndas Generaldirektorium sich allerunterthänigst zu achten und allesdeshalb benöthigte mit gehöriger Einsicht und Ueberlegung zu ver-fertigen hat.

Infolge dieser königlichen Anordnung wurde nicht nur einFabrikinspektor zu Neu-Ruppin angestellt, sondern auch ein Woli-magazin zum Verlag der armen Tuchmacher angelegt, wodurch dieTuchmacherei der Stadt sich wieder bedeutend hob. Der ersteFabrikinspektor aber, der alsodie erforderliche Capacite und Ein-sicht hatte und das Vertrauen einesredlichen, gerechten und ver-ständigen Kaufmanns genoß, war unser Joachim Heinrich Ebell.Ich darf deshalb hier wohl das eingangs dieses Abschnittes Gesagtemit gutem Recht wiederholen und betonen, daß dieser Stammvaterder Hamburger Ebells für unser ganzes Geschlecht von ausschlag-