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Geschichte des Geschlechts Ebell nebst Stammtafeln u. Wappen
Entstehung
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Perleberger Bürgermeisters Joachim Christian Dietrich Hindenburg,der übrigens auch als Pate von Christian Dietrich (VI, 15) genanntwird. Was aus diesem Johann Friedrich Philipp geworden ist, habeich mit Sicherheit nicht feststellen können. Aus dem Nachlassemeines Ururgroßvaters Dietrich (VI, 15) stammen die beiden hierfolgenden Briefe.

Gott zum Gruß!

Liebwertester Herr Schwager und Frau Schwäger!

Mit vielen leidwesen, muß ich Ihnen berichten, daß meinlieber Mann den 17. July 1783 in einer 8 tägigen Brust Krank-heit dem Herrn entschlafen. Und jetzo, da ich in den betrübtstenUmständen mich noch nicht fassen kann, und selber das Bett nichtverlassen darf, triff mich überhaupt sehr hart, und leider wenn

Fundament zu höherer Entwickelungsstufe gelegt haben) hat kein einzigerbisher mit dem Maturitätszeugnis die Schule verlassen.

Ich persönlich verspreche mir für das praktische Leben nach meinenLebenserfahrungen für einen jungen Mann (die Mittel dazu voraus-gesetzt) mehr von einer etwa zweijährigen ganz selbständigen Reise inaußereuropäische Länder, wie von einer mit Erfolg absolvierten Prima.Die Gefahren für einen jungen Mann erscheinen mir, da er ja nirgendsseßhaft wird, geringer, als daheim. Denn die größte Gefahr für einenjungen, gesunden Menschen, der noch unverdorben ist, besteht meines Er-achtens in der Zeit der voll erwachten Sinne darin, daß er eine Jugend-neigung zu ernst nimmt, bez. sich zu früh bindet. Zu letzterem hat er keinRecht, ehe er nicht durch eigene Kraft in der Lage ist, eine Familie zu er-halten. Es ist eine gewisse Charakterschwäche. Gegen eine tiefere Neigungselbst können wir uns nicht anders schützen, als durch Flucht und Arbeit.Beides setzt aber eine Charakterstärke voraus, die man sich nicht im Eltern-haus erwerben kann. Schließlich ist die Zeit das Heilmittel auch für dentiefsten Schmerz.

Gerade wir sentimentalen Deutsche sind oft nahe daran, unsernLebensweg in einen ganz anderen, ungewollten Kurs segeln zulassen, selten zu unserm Vorteil. Wer sich einmal zwei Jahre beiden praktischen Amerikanern z. B. umgesehen hat, wird später leichterüber solche Jahre hinweg kommen, die stets auf lange Zeit hindurchunserm ganzen Innenleben eine einseitige Richtung geben und dadurchunfruchtbar für uns werden. Gerade die feinfühligsten, tief angelegtestenNaturen mögen am schwersten hierunter leiden, da ihr Gefühl den Konfliktam bittersten empfindet, der in ihrem Innersten entsteht, wenn sie einKälterwerden ihrer Neigung (was naturgemäß früher oder später eintritt) bemerkenund nur allzu geneigt sind, sich selbst (das ist das Schlimmste) der Un-wahrheit, Untreue, ja selbst Charakterlosigkeit zu zeihen. Wohin daswahrsein um jeder. Preis praktisch führt, hat der große Ibsen in allen seinenWerken gezeigt. Seine Helden gehen immer zu Grunde, wenn sie sichinnerlich von ihrer Liebe entfernen. Naturen, denen solche inneren Kon-flikte erspart bleiben, werden mich kaum verstehen, wohl aber die, sohoffe ich, die es angeht, und nur für die sind meine Worte.