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der Mann fehlt, so geht es bei uns officiants sehr hart, und mußsich durch ihre eignen Mittel und Hände Arbeit suchen durchzu helfen.
Kurz vor meines lieben Mannes Niederlage beantwortete der-selbe den letzt an uns geschriebenen Brief mit den 5 stückeAalen, welchen ich zugleich mit beilege, daß sie noch wenigstensein letztes Schreiben, obzwar nicht ganz, doch die Helfte, alsein Angedenken aufbewahren können. Uebrigens werden Sie mirvergeben, weilen ich wegen vieler betrübnis nicht mehreres vonmeines Mannes krankheit, welche nur 9 Tage gedauert, benach-richtige. Tränend schließe ich, und empfehle Ihnen nebst derFrau Schwägerin in Schutz des allerhöchsten. Meine Kinder laßenIhnen zu vieltausend malen Grüßen, und hofen an herrn Vetterihres lieben Vater Herz zu gewinnen, welches sie immer ver-ehren werden, die ich mit bekanntster freundschaft verhaare.
Meines Liebwertsten HerrnSchwager und frau Schwägerin
aufrichtigetreumeinende undbetrübte SclnvägerinMariana Ebellin
Brieg28t. July1783.
Gott zum Gruß
Liebwertester Bruder Dietrich dein angenehmes Schreiben,Nebst die 5 Stück Ahle. Habe mit dem Größen Vergnügen Er-halten. Wofor ich dier Vielmahlen Dank sage; Anbey auch er-sehen das ihr euch noch alle gesund Befindet, Unser anbelangetso seynd Wier auch alle gesund. Lieber Bruder ich hätte DichEhnder Geandtwortet aber Leider, Wir Wahren alle, und zwar diegantze Stadt Brieg in der grösten Noth. Wegen des GroßenWassers. Hiesige Vorstädter, und Nah bev liegende Dörffer habenvieles aus gestanden, die Mehreste Häuser um geworfen, dasMenschen und Vieh Ertrunken bey Glatz. Da komt das Wasservon Braunau solches hat über hundert Häuser, mit alle darinnenbefindliche Menschen Weggenommen, und Eine Pastion von derFestung auch fort. Das gantze Salz Magazin von 13 000 Centnerin Wasser geschmolzen Man halt solches vor ein Wolkenbruch.
Liier endet das Fragment.
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