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Geschichte des Geschlechts Ebell nebst Stammtafeln u. Wappen
Entstehung
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ihren Ursprung haben, aber doch (vielleicht durch die Periode derNot, durch die sie hindurchgegangen), befähigt waren, geistig ihreMitarbeiter auf ihrem Arbeitsfelde zu überflügeln.

Außer seinen beiden Söhnen Joachim Heinrich (VI, 1) undJoachim Christian Dieterich (VI, 15), die wir später in Ruppinfinden, sei hier seines vierten Sohnes, Johann Friedrich PhilippEbel (VI, 13) erwähnt. Seinen Geburtsbrief fand mein Freund,der Kunstmaler W. Richter-Rheinsberg, bei einem Berliner Antiquar.Er sei hier wiedergegeben.

Wir können aus dieser interessanten Urkunde schließen, daßauch er es fern von Perleberg zu einer angesehenen Stellung ge-bracht hat, sonst wäre sie schwerlich erhalten geblieben. Der Ge-burtsbrief zeigt uns ferner, daß jener Friedrich Philipp vonehr-lichen und solchen Eltern erzeuget und geboren, daß er nach SeinerKöniglichen Majestät in Preußen, unseres allergnädigsten Herrnunterm 6. August 1732 publizierten Reichspatent aller Zünfte,.Innungen und anderer ehrbaren Gesellschaften fähig sei. Wir dürfenhieraus einen Rückschluß auf die Stellung seiner Väter unsererPerleberger Ahnen ziehen. Bemerkenswert ist auch, daß dieserJohann Friedrich Philipp (VI, 13), der am 17. Juli 1723 geborenwurde, schon mit 16 Jahren seine Profession erlernt hatte und aufdie Wanderschaft zog. 38 ) Die Unterschrift der Urkunde ist die des

28 ) Da die Lehrzeit damals fast ausnahmslos überall drei Jahre be-trug, hatte die Schulbildung also schon mit 13 Jahren ihren Abschlußgefunden. Heute wird der Durchschnitts-Abiturient 1920 Jahre, ehe seineLehrjahre beginnen. Was ist das richtige? Gewöhnlich wird jeder,'der eszu etwas gebracht hat, seinen Bildungsgang für den richtigen halten. Dassteht aber fest, ein klarer, praktischer Kopf, der früh gelernt hat, aufeigenen Füßen zu stehen und mit eigenen Augen zu sehen, wiegt trockeneSchulgelehrsamkeit auf, zumal bei solchen Naturen, deren Anlagen undFähigkeiten (und darauf kommt es an) nicht auf die wissenschaftliche Seitedes Lebens gestellt sind.

Gerade in wirtschaftlicher Beziehung lassen uns die oft überraschendenErfolge klar erkennen, daß man auch ohne Absolvierung einer höherenLehranstalt dem Kampf ums Dasein vollauf gewachsen ist.

Auf der anderen Seite ist freilich nicht zu leugnen, daß solchen,rein menschlich betrachtet, glücklichen Naturen, die höchsten Genüsse desLebens, die stets künstlerischer oder ästhetischer Natur sein werden, in-folge mangelhafter Vorbildung in vielen Fällen verschlossen oder dochschwerer zugänglich sein werden. Von genialen Naturen, die alle Schran-ken durchbrechen, darf ich füglich absehen.

Trockene Gelehrsamkeit verengt oft den Horizont, da sie zu wenigim täglichen Leben mit den Hauptmassen und Schichten unserer Bevölkerungin Berührung kommt.

Von allen Ebells. die bisher in wirtschaftlicher Beziehung wesentlicheErfolge errungen haben (und damit für ihre Nachkommen also das

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