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des Joachim Ebel Bürger und Schuster Ebel eheliche Tochter heiratetund selbst Schustermeister wird, oder jener Joachim Ebel (IV, 13)von Friesack gebürtig, der am 10. Februar 1680 Frau Maria Gäden,die nachgelassene Witwe des seligen Schusters M. Johann Neu-mann, heiratet, um als Meister in die Zunft zu kommen. Herzens-wünsche standen in jenen Zeiten weitaus in den meisten Fällenunter Verstandesherrschaft, wenngleich ja, bei besonderen Glücks-pilzen, beides vereint gewesen sein mag.
Betrachten wir nun noch einmal die einzelnen Personen auf derStammtafel, sie erzählen uns noch mancherlei. Von Jorge Ebell (I, 1)ist nur das Jahr der Verheiratung mit Anna Lytzmanns und seinerzweiten Frau feststehend. Wie damals üblich, dürfte er sich in derersten Hälfte der zwanziger Jahre verheiratet haben, wir können alsoetwa 1560 als sein Geburtsjahr annehmen. Von seiner zweitenFrau wurden ihm außer Georg, Andreas und Catharina noch dreiKinder geboren. Das Totenregister führt ohne Namennennung auf:
gestorben am 10. September 1589 Jörgen Ebels Kind,am 19. März 1593 Jörgen Ebels Kind kam tot zur Welt,am 18. April 1593 Jörgen Ebels Kind.
Sein Sterbetag steht ebenfalls nicht fest, doch muß er 1619noch gelebt haben, denn im Taufregister heißt es, getauft am 19. 9.1619 Catarina (III, 6), Georgh 18 ) Ebels, des Tischlers, des „Jün-geren“, Tochter. Bei der Geburt des Georg (III, 7) am 9. 5.1624 fehlt der Zusatz des „Jüngeren“, somit war unser Urahn zudieser Zeit wohl schon gestorben. Das Sterberegister von 1596bis 1639 fehlt, wie oben angegeben. Ob jener Joachim (I, 4) Bruderoder Vetter von Jorge (1, 1) gewesen ist, läßt sich nicht mehrfeststellen. Eine Verwandtschaft hat aber jedenfalls bestanden, undhaben wohl Lorentz (II, 1) und Andreas (II, 6) ihre Kinder nachdem Oheim genannt. Kinder waren nicht vorhanden, da die Tauf-register noch 1602 vollständig vorhanden sind, es sei denn, daßJoachim Perleberg verlassen und sich etwa nach Brandenburg 19 )oder Ruppin begeben hat. Uns interessiert der Beruf Lakenmacher,der hier zum erstenmal an das spätere, für die Mehrzahl von uns
18 ) Die Orthographie der Namen ist die gleiche wie in den Kirchen-büchern, sie ist — selbst bei ein und derselben Person — oft sehr wechselnd.
19 ) Wir werden später bei den Ebells, mit denen eine Verwandtschaftvor der Hand nicht nachzuweisen ist, von einem Joachim Ebell aus Branden-burgh hören, der im Jahre 1668 in Ruppin Altmeister des Tuchmacher-gewerkes geworden ist. Es könnten hier Nachkommen dieses Joachim (I, 4)in Frage kommen.