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Geschichte des Geschlechts Ebell nebst Stammtafeln u. Wappen
Entstehung
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(VI, 15) wie Christian (VII, 31) habe ich eigenhändige Unterschriftenmit einem wie zwei1 gesehen. 4 )

Interessant dürfte es nun sein, der Entstehung und Bedeutungunseres Namens nachzugehen. Außer als Familenname ist er langeJahre, etwa vom 14. bis 17. Jahrhundert auch als Vorname, undzwarEbel wieEbell gebräuchlich gewesen. Den VornamenEbell mit11 habe ich indessen nur in den Urkunden der Priegnitzgefunden. Ich führe einige Beispiele aus alten Chroniken an. ImCodex diplomaticus brandenburgensis von Riedel 5 ) wird in der Hebe-rolle des Rutenzinses von den Gebäuden der Stadt Neu-Ruppin imVerzeichnis der Hausbesitzer dieser Stadt vom Jahre 1365 aufgeführteinebel langen, ferner einebel quast.

In dem berühmten vom Kurfürst Joachim I. 1512 zu Neu-Ruppinabgehaltenen Tournier wird einebel von Krummersee besonderserwähnt. Er zeichnete sich am 25. Februar sehr aus, indem er, ohneselbst zu fallen, seine Gegner sieben mal aus dem Sattel warf,daher einen kostbaren Ring erntete und zugleich dem ganzen TourniereinPreis- und rühmliches Ende bereitete. 6 )

4 ) Zur Illustration, welchen Ansichten man selbst von berufener Seite

begegnet, mag folgender Satz aus dem Brief eines Oberküsters dienen, zu-gleich das erste klägliche Forschungsresultat. Es heißt darin:Ich habe

nun in den 30 Jahrgängen vor und in den 30 Jahrgängen nach 1731nach weiteren Kindern des Mathias Ebell geforscht, aber nichts gefunden.Wohl sind mehrfach Geburten von Söhnen und Töchtern eines MathiasEbel verzeichnet, doch ist dieser stets nur mit einem1 geschriebenund ist auch seines Zeichens ein Böttchermeister gewesen, während dochder Mathias Ebell sich jedenfalls mit der Tuchfabrikation (sic) beschäf-tigt hat. Auch in dem Trauregister habe ich außer dem oben erwähntenBöttchermeister nichts von einer Verheiratung eines Mathias Ebell nochvon einer Verehelichung eines Dietrich Ebell etwas finden können. Jeden-falls hat Herr Mathias Ebell ein Mädchen von auswärts geheiratet, undHerr Dietrich Ebell wird vor oder durch seine Heirat nach Ruppin ge-raten sein. Näheres über beide dürfte daher in den Kirchenbüchern vonRuppin aufzufinden sein. Hiermit hatte also der Kirchenbeamte die An-gelegenheit glücklich auf die Schultern eines Amtsbruders abgewälzt. Hätteich mich mit diesen Vermutungen begnügt, stände die Familienforschungnoch auf demselben Fleck. Ich weiß indessen andererseits auch, wie sehrgerade heute die Geistlichen mit müßigen Fragen überlaufen werden undmöchte Idjeshalb an dieser Stelle betonen, daß ich persönlich in Perle-berg das weitgehendste Entgegenkommen jederzeit gefunden habe. MeinemOnkel Paul Ebell in Dergenthin gebührt hier an erster Stelle der Dank. Erhat mir als einziger noch in der Nähe der alten Heimat wohnender, imPerleberger Kreise die Wege geebnet.

5 ) Riedel, Bd. 4. S. 297.

6 ) Das Tournier zu Neuruppin 1512 von Carl LücKe.