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2 (1905) Abschnitt 4. Lebensbeschreibungen
Entstehung
Seite
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freundin Margareta Ebner, welche in Siechtum im Dominikanerinnen-kloster zu Medingen bei Dillingcn sich befand und welcher Brief in dieZeit vom 25. März bis 2. April 1335 fallen dürfte, schreibt Heinrichvon Wiblingen folgendes Interessante über die von ihm bewunderteEllin von Crewelsheim:

Er spricht von „heiliger kind gotz hertzen, die ihn des über Marga-retha Ebner wohl vertröst hant von den gnaden gotz. und sunderlichEllin von Crewelsheim, die sant mir got zu ze Zimmern; das(d. h. dieses Kind Gottes) trug wol achzehen jar und mer daz lidengotz in wunderlicher minen, in groszer berurde in einem verwandtenhertzen, und was des sieben jar ungesprochen, und do er wolt, do schluger es dar nider, das es fünf tag lag und nit West, wie im wasuszwendigklichen, als sant Pauls geschah, und do wart im geoffent. dieblosz warhait, der angang in die innern hailigkeit des vctterlichen hertzenwart im erlaubt, do wart es in got vergotet, in dem ainigen ain ver-ainet, mit minen gebunden, mit licht umbfangen, mit frid durchgoßzcn,mit lust durchschoßzen, das un gesetzt ist ein leben in uberschweben allerwiderwerdigen ding, und baitüt also seins liebs Jhesu Christi in einemfridlichen underwurf als seins willen mit lieblichem schauen, mit ge-dultigem leiten, mit minslieszenden herzen und äugen und was desglichen ist, das niemant volsagen kan.

Dieszem lieben kint gotz (d. i. Ellin von Crewelsheim) hauich dich (d. i. Marg. Ebner) mit minen trchern in sein Hertz geschribenund auch unser lieben Jrmeln; (eine von Heinrich von Nördlingenöfters genannte Freundin, deren Aufenthalt und Familienangehörigkeitnicht näher beschrieben ist, doch war sie wohl in Nördlingen wohnhaft)die welent dich mit mir in got tragen mit allem iren vermngen. nunhan ich ain blüg begird und ain minendes getruwen und ein diemut-tiges aischen zu dem barmhertzigsten Jhesu. bit in, das seins vatters erean uns volbracht werd. amen." (Strauch. Marg. Ebner und Heinrichvon Nördlingen 196.)

13. Hippold von Crailsheim ist ebenso wie Simon undKaspar von Crailsheim einer jener Turnierhelden, die sich in denwenig authentischen Turnierbüchern finden, und urkundlich nicht nach-gewiesen werden können. Er soll zu Eßlingen am Neckar turniert haben1374 und dortselbst geschlagen worden sein. (Struv. Histor. Lexikon,I, 213.)