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Frankreichs ende; ich werde es an keiner Mühe und ankeiner Verheißung fehlen lassen, um sie zum Handelnzu bringen, da ich gewiß bin, sie hat bei der uns feind-lichen Partei Kredit.“
Stand Wilhelm II. in offenem Konflikte mit derProvinz Holland, der einflußreichsten von allen Provinzen,so schien Amalie „alle Leidenschaften Hollands blindzu teilen“, ohne darauf zu achten, daß diese mehrden Ruin ihres Sohnes erstrebten, als daß sie Frank-reichs Politik schadeten. „Nicht etwa, daß sie nichtheiß den Ruhm wünsche, Frieden machen zu sehen unddazu durch ihre Vermittlung beizutragen: sie möchteaber gern, daß es auch den Anschein habe, als sei siemächtig genug, um Übles zu tun, und aus diesemGrunde ist sie in letzter Linie geärgert, wenn die Dingesich nicht nach ihrem Verlangen abspielen ü“ Mitihrem Sohne stand sie sehr schlecht und Servien schriebdarüber dem Kardinale 2 ): „Er ist sichtlich verdrossen überein Testament, dessen Fassung er ihrer Anstiftung zu-schreibt, wodurch sein seliger Herr Vater seine ganzeHabe seiner ältesten Tochter für den Fall des kinder-losen Hintritts seines Sohnes substituiert hat 3 ); dieswürde ihm die Freiheit nehmen, über irgendetwas zudisponieren, sogar die Schulden zu bezahlen und andernAffären, womit er sein Haus beschwert fand, abhelfenzu können. Es ist sehr zu fürchten, daß der Ehrgeiz,die Habsucht und der hochmütige Sinn dieser Frauobendrein große Zwistigkeiten und viel Nachteil für dieStellung ihres Sohnes hervorrufen. Denn sicherlichwürden manche es nicht wagen, sich so kühn gegen
') Servien an Mazarin, 30. April 1647. Groen.*) 14. Mai 1647. Ebenda.
3 ) s. S. 84.