Ort geführt, Du hast sie Gnade finden lassen in einemihren Augen unbekannten Lande und hast ihr nach demBegehren ihres Herzens gegeben und noch mehr.0 Gott, der Du denen, welche Dich fürchten, großeDinge tust, gib auch fortan Deine Güter Deiner Magd,daß sie das Haus Deines Dieners durch eine reicheNachkommenschaft und Deine Kirche durch die Akteihrer Tugend erbaue.“ Auf Christophs Verwendunghin wiesen „die Konsuln und Gemeinden des Fürsten-tums Orange“ Amalien eine Gratifikation von 11 500 Livresan, wofür Amalie Christoph mit der Versicherung herz-lich dankte, sie werde ihn zum Lohne gern bei ihremGemahle protegieren 1 ). Auch ein andres Mal 2 ) danktAmalie ihrem Schwager für Geld, welches er aus Orangefür sie beschafft hatte, sprach ihm ihre und des PrinzenAnerkennung für seine guten Dienste und den Wunschaus, ihm Gegendienste zu erweisen. Christoph starbam 1. Juli 1637 und Ursula ließ ihm in der von ihmerbauten Kirche zu Orange ein Grabmal aus Marmorerrichten. Unter den letzten dreizehn Gouverneurenund Generalkapitänen von Orange war er der Einzige,der eines natürlichen Todes starb. Auf allseitige Bittender Behörden und der Bevölkerung ernannte FriedrichHeinrich Ursula zu seiner Nachfolgerin und sie führtedie Verwaltung ganz in Christophs Geist weiter, ohnedie Erziehung ihrer Kinder darum zu vernachlässigen.Ehe Friedrich Heinrich ihr die Herrschaft übertrug,hatte Amalie wohl für sich daran gedacht; Knuyt schrieb 3 )an letztere am 29. Juli 1637, „das ganze Fürstentum
*) Haag, 13. März 1634. Original. Ebenda. Sie nennt FriedrichHeinrich „Monsieur le Prince mon Mary“.
Original. Ohne Datum. Ebenda. 3/73. 3.
8 ) Kopie. Archiv. Zerbst. A 7b Nr. 105. Allerhand Sachen,die Provinz Groningen betr. 1640/50.
Kl einschmi d t, Amalie von Oranien.
7