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Amalie von Oranien, geb. Gräfin zu Solms-Braunfeld : ein Lebensbild
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tinuer encore longues annes est aussi a Yostre Altessecomme le souhaitte celuy qui cera toutte sa vieMadame

de Y. A sse le tres humble et tres obeissantfliz et serviteur

Gruillaume de Nassau d’Orange.“

Amalie war sehr besorgt um die Gesundheit ihresgeliebten Gatten, wie ihre Briefe an Huvgens bezeugen 1 );fern von ihm, hatte sie keine Buhe; „ich möchte wohl“,so schreibt sie am 8. August — „zu ihm gehen, umihm zu dienen und um meinen Sinn zu beruhigen, aberich wage es nicht. Ich bitte Euch, berichtet mir, wasich nach Eurer Ansicht tun soll; ich weiß wohl, er liebtkeine Frau bei dem Heere, und nach meinem Geschmackeist es auch nicht, aber hier scheint es mir das Richtige.Ein anderes Mal werdet Ihr mich hoffentlich mehr be-ruhigen. Ich glaube, daß all der Kummer, den ich seiteiniger Zeit habe, bald mein Leben zu Ende führenwird, und möge es Gott gefallen, das seine, für das ichimmer fürchte, zu verlängern.“

Bei allem dem ließ die politische Frau die Politiknicht aus den Augen und die Kabinette trauten ihrnicht. Es wurmte Amalie, daß alle Versuche des Prinzenvon Oranien gegen Antwerpen zumeist durch Frank-reichs Schuld scheiterten; was lag ihr an Iiulst, wennAntwerpen dagegen in der Schale lag ? Ehrlich gestandsie Huygens 2 ): „Ich bekenne meine Schwäche, ich hättelieber als Hulst den Namen Antwerpen gewünscht, denich für ebenso leicht Avie den ersteren halte, aber inBreda kennen wir die Gedanken des Heeres nicht und

’) Breda, 8. August 1645, 14. August 1645; Bergen-op-Zoom,30. Juli 1646. Hausarchiv. Haag.

2 ) Breda, 8. Oktober 1645. Groen.

ICleinschmidt, Amalie von Oranien.

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