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In demselben Sinne schrieb Friedrich Heinrich anLudwig XIII., an die Königin von Frankreich, an denHerzog von Orleans und an den ersten Staatssekretärde Chavigny. Er hatte den Generalstaaten das Projektmitgeteilt und diese schickten nun eine feierliche Depu-tation nach London, um offiziell anzuhalten; dieselbebestand aus dem Schwager Amaliens, Jan Wolfertvon Brederode (s. oben), aus Aerssens (Sommelsdyck)und Ileenvliet; Albert Joachimi, der holländischeGesandte in London, sollte sich anschließen. Am16. Januar 1641 hatte die Deputation ihre erste Audienzbei König Karl, der sehr gnädig war, aber wiederumElisabeth vorschieben wollte. Die Gesandten betonten,eine Prinzessin in reiferen Jahren sei nötig, denn PrinzWilhelm sei der einzige Sohn und man müsse auf bal-dige Kinder zählen dürfen, da sonst das Haus erlösche.Aber erst im Februar drangen sie mit ihren Wünschenbei Karl durch; Karl schrieb am 21. d. M. an FriedrichHeinrich, er willige ein, Maria dem Prinzen zu gebenund erwarte ihn in England; sobald die Prinzessin mann-bar sei, werde sie gemäß den Heiratsbedingungen Oranienübergeben werden. Zwar machte der Winterkönig neueUmtriebe, um die Ehe nicht zustande kommen zu lassen,doch ging Karl über ihn hinweg und Unterzeichnete imMärz den Heiratskontrakt. Die Verbindung erfreutesich der öffentlichen Gunst und von allen Seiten be-glückwünschte man in England die holländischen Ge-sandten. Aerssens bearbeitete die Gouvernante Marias,Gräfin Kosborne, und redete ihr die Befürchtung aus,die Prinzessin Amalie von Oranien sei schroff und hart,schilderte sie vielmehr als sanft und zärtlich. FriedrichHeinrich beschloß, im April seinen Sohn nach Englandzu schicken, um seine Braut endlich kennen zu lernen.Der Prinz, der erst fünfzehn Jahre zählte, war ungewöhn-