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Amalie von Oranien, geb. Gräfin zu Solms-Braunfeld : ein Lebensbild
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Franzosen tadelten den schleppenden Gang der Opera-tionen gegen Geldern, als könnten sie es weit bessermachen.Es scheint, so meinte Huygens spöttisch,alssolle Seine Hoheit in Zukunft hei diesen großen gallischenKriegern das Handwerk erlernen! . .. Übrigens lassenviele Umstände uns voraussehen, daß man uns irgendeinen Possen spielen will, usw. Die von FriedrichHeinrich gewünschte Belagerung von Brügge wurdevereitelt, Friedrich Heinrich erkrankte im Felde, worüberAmalie außer sich geriet; in der rührendsten Besorgnisum ihn, schrieb sie am 2. Juli 1640 an Huygens 1 ): hegtedoch natürlich niemand mehr Anteil an allem, was ihmGutes oder Schlechtes begegnete, als sie. Der Tod desGrafen Heinrich Casimir von Kassau-Diez, der die Folgeeines Pistolenschusses war (Juli 1640), war ein schwererVerlust für Oranien, eröffnete ihm aber die Aussicht aufdie Statthalterwürde in Friesland und Groningen, diefreilich nicht in Erfüllung ging und die Ursache zu einerVerstimmung zwischen beiden Unien des Hauses Kassauward. Amalie schrieb der Mutter des Grafen am 19. Juliaus Hertogenbosch einen ungemein teilnehmenden Brief 2 )und suchte sie damit zu trösten, daß der Verklärte,der in seinem Berufe ruhmvoll geendet habe, den Weggegangen sei, den wir Alle gehen müssen; FriedrichHeinrich schrieb in demselben Sinne aus dem Träger beiMoock am 26. Juli 3 ).

Die Heiratsunterhandlung mit dem Hofe von White-hall ging sehr langsam vorwärts, während bereits dieRevolution am Throne Karls I. rüttelte. Man forderteenglischerseits, daß die Prinzessin ihre Religion in Hollandbeibehalten dürfe, was Friedrich Heinrich unbedingt von

') Groen.

2 ) Groen.

3 ) Groen.