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schuldete. Amalie, die ihm so viel verdankte, schloßihm die Augen „mit ihren schönen, tränenbenetztenHänden“ (La Pise). Friedrich Heinrich erbte seineMillionen, seine Güter, seine Stellung. Hüter dem un-begrenzten Beifalle der Nation wurde der Held Generalihrer Heere, Generalkapitän der Provinzen und General-admiral, wie er auch der legitime Souverän im Fürsten-tum e Orange wurde, das seiner Familie gehörte.
Kopien des Heiratskontraktes Amaliens und FriedrichHeinrichs finden sich holländisch und deutsch nicht nurim Haag, sondern auch in Braunfels (Haussachen.Schublade 6). Ich lasse ihn in Deutsch in neuer Ortho-graphie folgen:
„ln dem Namen des Herrn Amen!
„Wir Friedrich von Gottes Gnaden König zu Böhmen,Pfalzgraf bei Rhein und Kurfürst im Namen und vonwegen der wohlgeborenen Fräulein Amalien Gräfin zuSolms, Unserer lieben Basen, und Wir Moritz von GottesGnaden Prinz von Uranien und Friedrich Henrich geborenerPrinz von Uranien Graf zu Nassau tliun Jedermänniglichzu wissen, daß zu Ehren Gott dem Allmächtigen undzu Stärk und Vermehrung voriger Freundschaft einechristliche Heirath wissentlich beschlossen ist zwischenwohlgemeldetem Fräulein Amalien an einem und UnsPrinz Friedrich Henrich am anderen Tlieil, auf con-dition, Beding und Maß wie hernach folget. Nämlicherstlich, daß wohlgemeldete Fräulein Amalie zum Heirath-gekl bringen soll all ihr Theil und Gerechtigkeit, so ihrzustehet in den von Dero Herrn Tatern- und FrauMuttern nachgelassenen Gütern, wie solches in demgräflichen Haus Solms von Alters ist bräuclilich ge-wesen und ob^orviret wurden. Darnach daß Wir PrinzFriedrich Henrich hingegen zu vorgedachter Heirath