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wegen, waren umsonst gebliehen. Moritz aber wolltenicht sterben, ohne seinen Bruder verheiratet zu sehen,und niemand erschien ihm passender als Amalie zuSolms, deren uraltes Haus schon manche Allianz mitdem nassauischen aufwies.
Eine Heirat Friedrich Heinrichs mit der LandgräfinElisabeth von Hessen-Cassel, einer Tochter des Land-grafen Moritz, über welche 1616 und 1617 verhandeltworden, hatte sich zerschlagen; wie es schien, weil sienicht genug Geld brachte. Und nun wählte er docheine ganz arme Dame, während er so reich war. AViewenig ahnte dies ihr Vater, Graf Johann Albrecht I.,als er an seinen Schwiegersohn, den Burggrafen Christophden Alteren zu Dohna, am 21. März 1618 aus Heidel-berg schrieb*): „Der verstorbene Prinz von Oranien(Philipp AVilhelm] hat eine schöne Erbschaft SeinerExcellenz, dem Prinzen Moritz, seinem Bruder, undsuccessive dem Prinzen Heinrich und dem ganzen HauseNassau-Dillenburg hinterlassen, wenn die Brüder ohnemännliche Erben sterben sollten, und zwar gegen dieMeinung Mehrerer, die glaubten, er liebe sein Haus garnicht so sehr, hierin hat er sie sehr getäuscht.“
Moritz bemerkte auch voll Freude, daß Amalie demBruder nicht gleichgültig war, und für Amalie bedeutetedie Aussicht ein unerhörtes Glück, wie auch die Königinvon Böhmen in ihrem Elend meinte. Moritz wurdekränker und beschleunigte darum die Sache. Er ließden Bruder, der gegen Spanien im Felde stand, zu An-fang des Jahres 1625 nach dem Haag kommen, unter-
friilier Gouverneur seines „Neffen“, Wilhelms III., auf der Akademiein Leyden. In einem Briefe an einen Freund vom 27. März 1624anerkannte Friedrich Heinrich humoristisch die Vaterschaft fürdiesen Sohn.
') 3/75. 15. Original. Archiv in Schlobitten.