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Buch der Lieder
Seite
172
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Die Nordsee.

Das sind Männer!

Unscheinbar von außen, in hölzernen Nöcklein,Sind sie von innen schöner und leuchtenderDenn all die stolzen Leviten des TempelsUnd des Herodes Trabanten und Höflinge,Die goldgeschmückten, die purpurgekleidetenHab' ich doch immer gesagt,

Nicht unter ganz geineinen Leuten,

Nein, in der allerbesten GesellschaftLebte beständig der König des Himmels!

Hallelujah! Wie lieblich umwehn michDie Palmen von Beth-El!

Wie duften die Myrrhen vom Hebron!Wie rauscht der Jordan und taumelt vor Freude!Auch meine unsterbliche Seele taumelt,

Und ich taumle mit ihr, und taumelndBringt mich die Treppe hinauf, ans Tagslichl,Der brave Ratskellermeister von Bremen.

Du braver Ratskellermeister von Bremen!Siehst du, auf den Dächern der Häuser sitzenDie Engel nnd sind betrunken und singen;Die glühende Sonne dort obenIst nur eine rote, betrunkene Nase,

Die Nase dos Weltgsists;

Und um die rote WeltgeistnaseDreht sich die ganze betrunkene Welt.

10.

Epilog.

Wie auf dem Felde die Weizenhalmen,So wachsen und wogen im MenschengeistDie Gedanken.

Aber die zarten Gedanken der LiebeSind wie lustig dazwischenblühendeRot' und blaue Blumen.