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Buch der Lieder
Seite
162
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Tie Nordsee.

Groß und gewaltig, strahlt ein Augs.

Wie eine schwarze Sonne.

O, du schwarze Sonne, wie oft,

Entzückend oft, trank ich aus dirDie wilden Begeistrungsflammen,

Uud stand, und taumelte, feuerberauschtDann schwebte ein taubenmildes LächelnNm die hochgeschürzten, stolzen Lippen,Und die hochgeschürzten, stolzen LippenHauchten Worte, süß wie MondlichtUnd zart wie der Duft der RoseUnd meine Seele erhob sichUnd flog, wie ein Aar, hinauf in den Himmell

Schweigt, ihr Wogen und Möwen!

Vorüber ist alles, Glück und Hoffnung,Hoffnung und Liebe! Ich liege am Boden,Ein öder, schiffbrüchiger Mann,

Und drücke mein glühendes AntlitzIn den feuchten Sand.

4.

Untergang der Sonne.

Die schöne SonneIst ruhig hinabgestiegen ins Meer;Die wogenden Wasser sind schon gefärbtVon der dunkeln Nacht,

Nur noch die Abendröteüberstreut sie mit goldnen Lichtern;

Und die rauschende FlutgewaltDrängt ans Ufer die weißen Wellen,Die lustig und hastig hüpfen,

Wie wollige Lämmerherden,

Die abends der singende HirtenjungeNach Hause treibt.

Wie schön ist die Sonne!

So sprach nach langem Schweigen der Freund,Der mit mir am Strande wandelte,