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Buch der Lieder
Seite
160
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Tie Nordsee.

Aus großen, siegenden AugenSchossen sie brennende Pfeile;Mit krummgeschliffenen WortenDrohten sie nur die Brust zu spalten;Mit Keilschriftbillets zerschlugen sie nurDas arme, betäubte Gehirn

Vergebens hielt ich den Schild entgegen.Die Pfeile zischten, die Hiebe krachten,Und von des Nordens BarbarinnenWard ich gedrängt bis ans MeerUnd frei aufatmend begrüß' ich das Meer,Das liebe, rettende Meer,

Thalatta! Thalatta!

Gewitter.

Dumpf liegt auf dem Meer das Gewitter,Und durch die schwarze WolkenwandZuckt der zackige Wetterstrahl,

Rasch aufleuchtend und rasch verschwindend.Wie ein Witz aus dem Haupte Kronions.

Über das wüste, wogende WasserWeithin rollen die Donner,

Und springen die weißen Wellenrosse,Die Boreas selber gezeugtMit des Erichthons reizenden Stuten,

Und es flattert ängstlich das Seegevögel,Wie Schattenlsichen am Styx,

Die Charon abwies vom nächtlichen Kahn.

Armes, lustiges Schifflein,

Das dort dahintanzt den schlimmsten Tanz!Aolus schickt ihm die flinksten Gesellen,

Die wild aufspielen zum fröhlichen Reigen;Der eine pfeift, der andre bläst,

Der dritte streicht den dumpfen BrummbaßUnd der schwankende Seemann steht am SteuerUnd schaut beständig nach der Bussole,