Mcergrutz. läg
Es wogten die Fluten,
Sie wogten und brausten.
Die Sonne goß eilig herunterDie spielenden Rosenlichter,
Die aufgescheuchten MöwenzügeFlatterten fort, lautschreiend.
Es stampften die Rosse, es klirrten die Schilds,Und weithin erscholl es wie Siegesruf:
Thalatta! Thalatta!
Sei mir gegrüßt, du ewiges Meer,
Wie Sprache der Heimat rauscht mir dein Wasser,Wie Träume der Kindheit seh' ich es flimmernAuf deinem wogenden Wellengebiet,
Und alte Erinnrung erzählt mir aufs neueVon all dem lieben, herrlichen Spielzeug,
Von all den blinkenden WeihnachtSgabs»,
Von all den roten Korallenbüumen,
Goldfischchen, Perlen und bunten Muscheln,
Die du geheimnisvoll bewahrst,
Dort unten im klaren Krystallhaus.
O, wie Hab' ich geschmachtet in öder Fremde!Gleich einer welken BlumeIn des Botanikers blecherner Kapsel,
Lag mir das Herz in der Brust,
Mir ist, als saß ich winterlange,
Ein Kranker, in dunkler Krankenstube,
Und nun verlast' ich sie plötzlich,
Und blendend strahlt mir entgegenDer schmaragdene Frühling, der sonnengeweckte,Und es rauschen die weißen Blütenbäume,
Und die jungen Blumen schauen mich anMit bunten, duftenden Augen,
Und es duftet und summt und atmet und lacht,Und im blauen Himmel singen die Vöglcin —Thalatta! Thalatta!
Du tapferes Rückzugherz!
Wie oft, wie bitteroft
Bedrängten dich des Nordens Barbarinnen!