Voseidon. Erklärung. 149
Dein armes Schi.-chen,
Und nicht dein liebes Leben beängstigen
Mit allzu bedenklichem Schaukeln.
Denn du, Poetlein, hast nie mich erzürnt.
Du hast kein einziges Türmchsn verletzt
An Priamos' heiliger Feste,
Kein einziges Härchen hast du versengt
Am Aug' meines Sohns Polyphemos,
Und dich hat niemals ratend beschützt
Die Göttin der Klugheit, Pallas Athene.
Also rief PoseidonUnd tauchte zurück ins Meer;
Und über den groben SeemannswitzLachten unter dem WasserAmphitrite, das plumpe Fischweib,
Und die dummen Töchter des Nereus.
6.
Erklärung.
Herangedammert kam der Abend,
Wilder toste die Flut,
Und ich sah am Strand, und schaute zuDem weißen Tanz der Wellen,
Und meine Brust schwoll auf wie das Meer,Und sehnend ergriff mich ein tiefes HeimwehNach dir, du holdes Bild,
Das überall mich umschwebt,
Und überall mich ruft,
Überall, überall,
Im Sausen des Windes, im Brausen des Meers,Und im Seufzen der eigenen Brust.
Mit leichtem Rohr schrieb ich in den Sand-„Agnes, ich liebe dich!"
Doch böse Wellen ergossen sichÜber das süße Bekenntnis,
Und löschten es aus.