Hg Tie Heimkehr.
86.
Dämmernd liegt der SommerabendÜber Wald und grünen Wiesen;Goldner Mond im blauen HimmelStrahlt herunter, duftig labend.
An dem Bache zirpt die Grille,Und es regt sich in dem Wasser,Und der Wandrer hört ein PlätschernUnd ein Atmen in der Stille.
Dorten, an dem Bach alleine,
Badet sich die schöne Elfe;
Arm und Nacken, weiß und lieblich,Schimmern in dem Mondenscheine.
86.
Nacht liegt auf den fremden Wegen,Krankes Herz und müde Glieder; —Ach, da fließt, wie stiller Segen,Süßer Mond, dein Licht hernieder.
Süßer Mond, mit deinen StrahlenScheuchest du das nächt'ge Grauen;Es zerrinnen meine Qualen,
Und die Augen übertausn.
87.
Der Tod, das ist die kühle Nacht,Das Leben ist der schwüle Tag.Es dunkelt schon, mich schläfert.Der Tag hat mich inüd' gemacht.
Über mein Bett erhebt sich ein Baum,Drin singt die junge Nachtigall;Sie singt von lauter Liebe,
Ich hör' es sogar im Traum.