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Buch der Lieder
Seite
112
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Die Heimkehr.

Doch als es morgens tagte,Mein Kind, wie staunton wir!Denn zwischen uns saß Amor,Der blinde Passagier.

70.

Das weiß Gott, wo sich die tolleDirne einquartieret hat;

Fluchend in dein RegenwetterLauf' ich durch die ganze Stadt.

Bin ich doch von einem GasthofNach dem andern hingerannt,Und an jeden groben KellnerHab' ich mich umsonst gewandt.

Da erblick' ich sie am Fenster,Und sie winkt und kichert hell.Könnt' ich wissen, du bewohntest,Mädchen, solches Prachthotel!

71.

Wie dunkle Träume stehenDie Häuser in langer Reih';

Tief eingehüllt im MantelSchreite ich schweigend vorbei.

Der Turin der KathedraleVerkündet die zwölfte Stund';Mit ihren Reizen und KüssenErwartet mich Liebchen jetzund.

Der Mond ist mein Begleiter,Er leuchtet mir freundlich vor;Da bin ich an ihrem Hause,Und freudig ruf' ich empor:

Ich danke dir, alter Vertrauter,Daß du meinen Weg erhellt;

Jetzt will ich dich entlassen,

Jetzt leuchte der übrigen Welt!