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Buch der Lieder
Seite
102
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Die Heimlchr,

45.

Den König Wiswamitra,Den treibt's ohne Rast und Ruh',Er will durch Kampf und BüßungErwerben Wasischtas Kuh.

O, König Wiswamitra,

O, welch ein Ochs bist du,

Daß du so viel kämpfest und büßest.Und alles für eine Kuh!

46.

Herz, mein Herz, sei nicht beklommen.Und ertrage dein Geschick.

Neuer Frühling gibt zurück,

Was der Winter dir genommen.

Und wie viel ist dir geblieben,Und wie schön ist noch die Welt!Und mein Herz, was dir gefällt,

Alles, alles darfst du lieben!

47.

Du bist wie eine BlumeSo hold und schön und rein;Ich schau' dich an, und WehmutSchleicht mir ins Herz hinein.

Mir ist, als ob ich die HändeAufs Haupt dir legen sollt',Betend, daß Gott dich erhalteSo rein und schön und hold.

48.

Kind! es wäre dein Verderben,Und ich geb' mir selber Mühe,Daß dein liebes Herz in LiebeNimmermehr für mich erglühe.