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Buch der Lieder
Seite
99
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Die Heimkehr

Vorbei sind die Kinderspiele,Und alles rollt vorbei,

Das Geld und die Welt und die Zeiten,Und Glauben und Lieb' und Treu'.

Das Herz ist mir bedrückt, und sehnlichGedenke ich der alten Zeit!

Die Welt war damals noch so wohnlich,Und ruhig lebten hin die Leut'.

Doch jetzt ist alles wie verschoben,Das ist ein Drängen! eine Not!

Gestorben ist der Herrgott oben,Und unten ist der Teufel tot.

Und alles schaut so grämlich trübe,So krausverwirrt und morsch und kalt,Und wäre nicht das bißchen Liebe,So gäb' es nirgends einen Halt.

40.

Wie der Mond sich leuchtend drängetDurch den dunkeln Wolkenflor,

Also taucht aus dunkeln ZeitenMir ein lichtes Bild hervor.

Saßen all' auf dem Verdecke,

Fuhren stolz hinab den Rhein,

Und die soinmergrünen UserGlühn im Abendsonnenschein.

Sinnend saß ich zu den FüßenEiner Dame, schön und hold;

In ihr liebes, bleiches AntlitzSpielt' das rote Sonnengold.

Lauten klangen, Buben sangen,Wunderbare Fröhlichkeit!

Und der Himmel wurde blauer,Und die Seele wurde weit.