Die Heimkehr,
Die Nacht war lang, die Nacht war kalt.Es waren so kalt die Steine;
Es lugt' aus dein Fensler die blasse Gestalt,Beleuchtet vom Mondenscheiuc.
27.
WaS will die einsame Thräne?Sie trübt mir ja den Blick.
Sie blieb aus alten ZeitenIii meinem Auge zurück.
Sie hatte viel leuchteude Schwestern,Die alle zerflossen sindMit meinen Qualen und Freuden,Zerflossen in Nacht und Wind.
Wie Nebel sind auch zerflossenDie blauen Sternelein,
Die mir jene Freuden und QualenGelächelt ins Herz hinein.
Ach, meine Liebe selberZerfloß wie eitel Hauch!
Du alte, einsame Thräne,
Zerfließe jetzunder auch!
28.
Der bleiche, herbstliche HalbmondLugt aus den Wolken heraus;
Ganz einsam liegt auf dem KirchhosDas stille Pfarrerhaus.
Die Mutter liest in der Bibel,Der Sohn, der starret ins Licht,Schlaftrunken dehnt sich die ältre,Die jüngere Tochter spricht:
Ach Gott, wie einem die TageLangweilig hier vergehn!