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Buch der Lieder
Seite
86
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86 Die Heimkehr.

11.

Der Sturm spielt auf zum Tanze,Er pfeift und saust und brüllt;

Heisa! wie springt das Schifflein!Die Nacht ist lustig und wild.

Ein lebendes WassergebirgeBildet die tosende See;

Hier gähnt ein schwarzer Abgrund,Dort türmt es sich weiß in die Höh'.

Ein Fluchen, Erbrechen und BetenSchallt aus der Kajüte heraus;Ich halte mich fest am Mastbaum,Und wünsche: War' ich zu Haus!

IS.

Der Abend kommt gezogen,Der Nebel bedeckt die See;Geheimnisvoll rauschen die Wogen,Da steigt es weiß in die Höh'.

Die Meerfrau steigt auS den Wellen,Und setzt sich zu mir an den Strand;Die weißen Brüste quellenHervor aus dem Schleiergewand.

Sie drückt mich und sie preßt mich,Und thut mir fast ein Weh;Du drückst ja viel zu fest mich,Du schöne Wasserfee!

Ich press' dich in meinen Armen,Und drücke dich mit Gewalt;

Ich will bei dir erwarmen,

Der Abend ist gar zu kalt."

Der Mond schaut immer blasserAus dämmriger Wolkenhöh';

Dein Auge wird trüber und nasser,Du schöne Wasserfee!