Lyrisches Intermezzo.
<>1.
Die Mitternacht war kalt und stumm;Ich irrte klagend im Wald herum.
Ich habe die Bäum' auS dem Schlaf gerüttelt;Sie haben mitleidig die Köpfe geschüttelt.
62.
Am Kreuzweg wird begraben,Wer selber sich brachte um;
Dort wächst eine blaue Blume,Die Armesünderblum'.
Am Kreuzweg stand ich und seufzte;Die Nacht war kalt und stramm.Im Mondschein bewegte sich langsamDie Armesünderblum'.
63.
Wo ich bin, mich rings umdunkeltFinsternis, so dumpf und dicht,
Seit mir nicht mehr leuchtend funkelt,Liebste, deiner Augen Licht.
Mir erloschen ist der süßenLiebessterne goldne Pracht,
Abgrund gähnt zu meinen Füßen —Nimm mich auf, uralte Nacht!
64.
Nacht lag auf meinen Augen,Blei lag auf meinem Mund^Mit starrem Hirn und HerzenLag ich im Grabesgrund.
Wie lang', kann ich nicht sagen,Daß ich geschlafen Hab';