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Buch der Lieder
Seite
74
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Lyrisches Jutrrmcn».

63.

Ich Hab' im Traum geweinet,Mir träumte, du lägest im Grab.Ich wachte auf, und die ThräneFloß noch von der Wange herab.

Ich Hab' im Traum geweinet,Mir träumt', du verließest mich.Ich wachte auf, und ich weinteNoch lange bitterlich.

Ich Hab' im Traum geweinet,Mir träumte, du bliebest mir gut.Ich wachte auf, und noch immerStrömt meine Thränenflut.

66.

Allnächtlich im Traume seh' ich dich,Und sehe dich freundlich grüßen,

Und laut aufweinend stürz' ich michZu deinen süßen Füßen.

Du siehst mich an wehmütiglich,Und schüttelst das blonde Köpfchen;Aus deinen Augen schleichen sichDie Perleuthränentröpfchen.

Du sagst mir heimlich ein leises Wort,Und gibst mir den Strauß von Cppresseu.Ich wachs auf, und der Strauß ist fort,Und das Wort Hab' ich vergessen.

Das ist ein Brausen und Heulen,Herbstnacht und Regen und Wind;Wo mag wohl jetzo weilenMein armes, banges Kind?