KL Lyrisches JiUermejzo,
40.
Hör' ich das Liedchen klingen,Das einst die Liebste sang,
So ivill mir die Brust zerspringenVor wildem Schinerzendrang.
Es treibt mich ein dunkles SehnenHinauf zur Waldeshöh',
Dort löst sich auf in ThronenMein übergroßes Weh.
41.
Mir träumte von einem Königskind,Mit nassen, blassen Wangen;
Wir saßen unter der grünen Lind',Und hielten uns liebumfangen.
„Ich will nicht deines Vaters Thron,Und will nicht sein Zepter von Golds,Ich will nicht seine demantene Krön',Ich will dich selber, du Holde."
Das kann nicht sein, sprach sie zu mir,Ich liege ja im Grabe,
Und nur des Nachts komm' ich zu dir,Weil ich so lieb dich habe.
42.
Mein Liebchen, wir saßen beisammen.Traulich im leichten Kahn.
Die Nacht war still, uud wir schwammenAuf weiter Wasserbahn.
Die Geisterinsel, die schöne,Lag dämmrig im Mondenglanz;
Dort klangen liebe Töne,
Und wogte der Nebeltanz.
Dort klang es lieb und lieber.Und wogt' es hin und her;