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Buch der Lieder
Seite
67
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Lyrisches Intermezzo,

Am Tage schwankte ich träumendDurch alle Straßen herum,

Die Leute verwundert mich ausahu,Ich war so traurig und stumm.

Des Nachts, da war es besser,Da waren die Straßen leer;

Ich und mein Schatten selbander,Wir wandelten schweigend einher.

Mit widerhallendem FußtrittWandelt' ich über die Brück';Der Mond brach aus den WolkenUnd grüßte mit ernstem Blick.

Stehn blieb ich vor deinem HauseUnd starrte in die Höh',

Und starrte nach deinem Fenster,Das Herz that mir so iveh.

Ich weiß, du hast aus dem FensterGar oft herabgesehn,

Und sahst mich im MondenlichtsWie eine Säule stehn.

39.

Ein Jüngling liebt ein Mädchen,Die hat einen andern erwählt;Der andre liebt eine andre.

Und hat sich mit dieser vermählt.

Das Mädchen heiratet aus ÄrgerDen ersten besten Mann,

Der ihr in den Weg gelaufen;Der Jüngling ist übel dran.

Es ist eine alte Geschichte,

Doch bleibt sie immer neu;Und wem sie just passieret,Dem bricht das Herz entzwei.