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Buch der Lieder
Seite
59
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Lyrisches Intermezzo, 8P

Aber dich und deine Tücke,

Nnd dein holdes Angesicht,

Und die falschen frommen BlicksDas erschafft der Dichter nicht.

17,!

Wie die WellenschaumgeboreneStrahlt mein Lieb in Schönheitsglanz,Denn sie ist das auserkoreneBräutchen eines fremden Manns.

Herz, mein Herz, du vielgeduldiges,Grolle nicht ob dem Verrat;

Trag es, trag es, und entschuldig' es,Was die holde Thörin that.

18.

Ich grolle nicht, und wenn daS Herz auch bricht,Ewig verlornes Lieb! ich grolle nicht.

Wie du auch strahlst in Diamantenpracht,

Es fällt kein Strahl in deines Herzens Nacht.

Das weiß ich längst. Ich sah dich ja im Traum,Und sah die Nacht in deines Herzens Raum,Und sah die Schlang', die dir am Herzen frißt,Ich sah, mein Lieb, wie sehr du elend bist.

19.

Ja, du bist elend, und ich grolle nicht;Mein Lieb, wir sollen beide elend sein!Bis uns der Tod das kranke Herze bricht,Mein Lieb, wir sollen beide elend sein.

> Nr. 17IS wurden bereits I8ZI verficht. Heines Kousiue verniShlte stibl« August dieses Jahr es.