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Buch der Lieder
Seite
27
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Romanzen.

Die Stimme sprach dazu:

Im Grab ist Nuh'!

Dem Neitersmann eine Thräne rolltVon der Wange kummervoll:

Und ist nur im Grabe die Ruhe für mich.So ist mir im Grabe wohl.

Die Stimm' erwidert hohl:

Im Grabe wohl!

3.

Zwei Brüder.

Oben auf der BergesspitzeLiegt das Schloß in Nacht gehüllt;Doch im Thale leuchten Blitze,

Helle Schwerter klirren wild.

Das sind Brüder, die dort fechtenGrimmen Zweikampf, wutentbrannt.Sprich, warum die Brüder rechtenMit dem Schwerte in der Hand?

Gräfin Lauras AugenfunkenZündeten den Vrüderstreit.

Beide glühen liebeStrunkenFür die adlig holde Maid.

Welchem aber von den beidenWendet sich ihr Herze zu?

Kein Ergrübelu kann's entscheiden,Schwert heraus, entscheide du!

Und sie fechten kühn verwegen,

Hieb' auf Hiebe niederkracht's.

Hütet euch, ihr wilden Degen,

Böses Blendwerk schleicht des Nachts.

Wehe! Wehe! blut'ge Brüder!Wehe! Wehe! blut'ges Thal!

Beide Kämpfer stürzen nieder,

Einer in des andern Stahl.