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Buch der Lieder
Seite
12
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12 Junge Leiden.

Laut bebet auf der Erde Grund,

Und öffnet gähnend sich ein Schlund.

Und aus dem schwarzen Schlünde steigtDie schwarze Schar; feins Lieb erbleicht!Aus meinen Armen schwand feins Lieb;Ich ganz alleine stehen blieb.

Da tanzt im Kreise wunderbarUm mich herum die ganze Schar,Und drängt heran, erfaßt mich bald,Und gellend Hohngelächter schallt.

Und immer enger wird der Kreis,Und immer summt die Schauerweis':Du gäbest hin die Seligkeit,

Gehörst uns nun in Ewigkeit!

7/

Nun hast du das Kaufgeld, nun zögerst du doch?Vlutfinstrer Gesell, was zögerst du noch?

Schon sitze ich harrend im Kümmerlein traut.Und Mitternacht naht schon, es fehlt nur die Braut.

Viel schauernde Lüftchen vom Kirchhofs wehn;Ihr Lüftchen! habt ihr mein Bräutchen gesehn?

Viel blasse Larven gestalten sich da,

Umknixen mich grinsend und nicken: O ja!

Pack aus, was bringst du für Botschafterei,

Du schwarzer Schlingel in Feuerlivrei?

Die gnädige Herrschaft meldet sich an,

Gleich kommt sie gefahren im Drachengespann/'

Du lieb grau Männchen, was ist dein Begehr?

Mein toter Magister, was treibt dich her?

Er schaut mich mit schweigend trübseligem Blick,Und schüttelt das Haupt und wandelt zurück.

Was winselt und wedelt der zott'ge Gesell?

Was glimmert Schwarz-Katers Auge so hell?

> In deutlichem Zusammenhang mit Nrg. und sicherlich aus Josefa bezilglich.