Kmistberichte ans Paris. 147
Parallelen zwischen den Fehlern der Stuarts und der Bvnrbvnenüberhaupt, und zwischen den Rcstaurationsperiodcn in beiden Ländern,Es ist fast eine und dieselbe Untcrgangsgeschichtc, Auch dieselbeQnasilegitimitttt der neuen Dynastie ist vorhanden, wie einst in England,Im Fvycr des Jesuitismus werden ebenfalls wieder, wie einst, dieheiligen Waffen geschmiedet, die alleinseligmachende Kirche scnszt undintrigiert ebenfalls für das Kind des Miraklcs, und es fehlt nur noch,daß der französische Prätendent, sa wie einst der englische, nach demVntcrlande zurückkehre. Immerhin, mag er kämmen! Ich prvphc-zeic ihm das entgegengesetzte Schicksal Sauls, der seines VaterSEsel suchte und eine Krone fand, der junge Heinrich wird nachFrankreich kommen und eine Krone suchen, und er findet hier nurdie Esel seines Paters,
Was die Beschauer des Crvmwcll am meisten beschäftigte, wardie Entzifferung seiner Gedanken bei dem Sarge deS toten Karl,Tic Geschichte berichtet diese Secne nach zwei verschiedenen Sagen,Aach der einen habe Cromwell des Nachts, bei Fackelschein, sich denSarg offnen lassen, und erstarrten LeibeS und verzerrten Angesichtssei er lange davor stehen geblieben, wie ein stummes Steinbild,Nach einer andern Sage öffnete er den Sarg bei Tage, betrachteteruhig den Leichnam und sprach die Worte: „Er war ein starkgebautcrMann, und er hätte noch lange leben können," Nach meiner Ansichthat Delarochc diese demokratischere Legende im Sinne gehabt. ImGesichte seines Cromwell ist durchaus kein Erstaunen oder Verwundernoder sonstiger Seelensturm ausgedrückt; im Gegenteil, den Beschauererschüttert diese grauenhafte, entsetzliche Ruhe im Gesichte deS Mannes,Da steht sie, die gefestcte, erdsichere Gestalt, „brutal wie eine Thai-sache", gewaltig ohne Pathos, dämonisch natürlich, wunderbar ordinär,verfemt und zugleich gefeit, und da betrachtet sie ihr Werk, fast wieein Hvlzhacker, der eben eine Eiche gefällt hat. Er hat sie ruhiggefällt, die große Eiche, die einst so stolz ihre Zweige verbreiteteüber England und Schottland, die Königsciche, in deren Schattenso viele schöne Menschengeschlechter geblüht, und worunter die Elfender Poesie ihre süßesten Reigen getanzt; — er hat sie ruhig gefälltmit dem unglückseligen Beil, und da liegt sie zu Boden mit allihrem holden Laubwerk und mit der unverletzten Krone — Unglück-seliges Beil!
„Do zmn not tbink, lZir, tür-rt tbs Anilloting is a, Aro-rt im-provsmsnt?" DaS waren die gegnäkten Worte, womit ein Brite,der hinter mir stand, die Empfinvnngen unterbrach, die ich ebenniedergeschrieben und die so wehmütig meine Seele erfüllten, währendich Karls HalSwnnde auf dem Bilde von Dclaroche betrachtete, Sicist etwas allzu grell blutig gemalt. Auch ist der Deckel deS Sargesganz verzeichnet und giebt diesem das Ansehen eines Violinkastcns,
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